Belegte Brötchen und Hamburg? Fischbrötchen natürlich!

Mit belegten Brötchen und Hamburg verbinde ich persönlich ja meist Fischbrötchen, auf dem Fischmarkt in der Großen Elbstraße genossen . Ein Muss für jeden Besucher der schönen Hansesstadt – und für jeden Hamburger, der etwas auf sich hält. So manch einer stellt sich vielleicht unter einem belegten Brötchen aus Hamburg den daraus namentlich abgeleiteten Burger mit Rindfleisch vor. Doch belegte Brötchen in Hamburg können nicht nur mit Fisch- oder Rindsburgern bestückt sein, sondern auch ganz schlicht mit Käse, Salat oder Wurst. Welch eine Vielfalt können sie bieten, solcherart belegte Brötchen!

Belegte Brötchen: Hamburg’s Spezialitäten

Hamburg ist auch bekannt für sein Franzbrötchen. Keineswegs im traditionallen Sinne ein belegtes Brötchen, aber Hamburgs Spezialität, ist auch diese Schnecke aus Plunderteig ein wahrer Gaumenschmaus. Wahlweise gibt es die Franzbrötchen aber irgendwie doch als belegte Brötchen. Hamburger essen ihre Franzbrötchen mit Streuseln, Rosinen oder Marzipan bestückt. Das Franzbrötchen, heute als echtes kulinarisches Wahrzeichen Hamburgs gehandelt, ist wohl in Wahrheit nur das Ergebnis des missglückten Versuchs der Hamburger während der Napoleonischen Kriege unter französischer Besetzung Croissants zu backen. C’est la vie ... Etwas näher als diese süße Variante kommt das warme Rundstück vielleicht unserer Vorstellung von belegten Brötchen. Hamburg ist stolz auf dieses Gericht, für das eine Scheibe warmer Braten vom Schwein oder Rind in ein rundes Weizenbrötchen gelegt und mit Bratensauce übergossen wird. Dieses herzhafte und beliebte belegte Brötchen der Hamburger wird oft mit Senfgurken serviert. Da läuft den Hamburgern das Wasser im Mund zusammen!

Komische belegte Brötchen - Hamburger treffen auf Berliner und Bremer

Ein Abenteuer ist auch, wenn der so verwöhnte Hamburger einmal seine Reeperbahn oder seine Sternenschanze verlässt, um anderswo - mit etwas Glück natürlich, mal ehrlich - ein wenig besseres Wetter zu finden. Fährt er zum Beispiel einmal nach Berlin auf Urlaub, mag er vielleicht glauben, dass, ähnlich wie bei dem bereits angesprochenen amerikanischen mit Rindfleisch belegten Brötchen Hamburger, auch der Berliner eine herzhafte Variante sei. Vielleicht auch mit amerikanischen Wurzeln? Da war doch dieser Satz ‚Ich bin ein Berliner‘, von diesem amerikanischen Staatsmann geäußert, bevor er zum Mittagessen ging ... Aber Moment, wie sagte der Englischlehrer noch stets mahnend – bitte nicht sagen „I become a Steak.“ Vewirrende belegte Brötchen! Hamburger sind da schnell überfordert. Um es einmal ganz deutlich zu sagen – Berliner gelten nicht als belegte Brötchen, Hamburger! Aber vielleicht fürchtet der Hamburger auch diese kulinarische und kulturelle Distanz die ihn und Berlin teilt, ach nein, was Berlin einst teilte, war ja auch wieder etwas anderes ... Was man sich immer alles merken muss, wenn man reist! Da erwägt der Reisende, im Gepäck eine Tüte belegte Brötchen, Hamburg doch lieber nur für eine Stadt zu verlassen, die der seinen wenigstens ein bisschen ähnelt. Etwa Bremen! Obacht jedoch auch hier mit den belegten Brötchen, Hamburger. Für belegte Brötchen hat Hamburg nicht das Monopol und schon gar nicht für Fischbrötchen. Unter Bremer versteht man mit einer Fischfrikadelle belegte Brötchen. Hamburger waren die Inspiration zu dieser offensichtlichen Namensanlehnung, so munkelt man.

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