Caterer - Berlin oder lieber in einer anderen Stadt?

Thomas, 37, ist ein erfolgreicher Caterer aus Berlin. Er hatte mit 31 nach einer kurzen Lebenskrise beschlossen, sich selbstständig zu machen, nachdem er als Caterer Hamburg sowie als Caterer München mit seinem Catering erfolglos blieb. Den Laden hatte er nun seit 5 Jahren und er lief eigentlich ganz gut. Doch Thomas überkamen trotzdem noch oft Zweifel an seiner Entscheidung. Mit einem Catering Unternehmen hatte man es nicht leicht, fand er oft. Manchmal ertappte er sich bei dem Gedanken: „Ich mag den Job als Caterer. Berlin ist aber oft ein hartes Pflaster in beruflicher Hinsicht, vorallem wenn wieder ein Messe Catering anliegt. Und wenn ich nicht Caterer in Berlin, sondern in einer anderen Stadt wäre? Alle Caterer Berlins kennen einander, obwohl die Stadt so groß ist. Das erhöht manchmal das Konkurrenzdenken. Was, wenn ich mein Unternehmen in eine Kleinstadt verpflanzen würde, wo ich das Monopol hätte? Ich bin zufrieden als Caterer. Berlin gefällt mir auch, aber beides zusammen ist eine schlechte Konstellation.“

Alle Caterer Berlins mögen Julia ...

Julia war auch Caterer in Berlin und kannte Thomas natürlich. Sie war heimlich in den Kollegen verliebt, wovon Thomas aber nichts ahnte. Er steigerte sich manchmal so in seine Vorstellung von einem Konkurrenzdenken der Caterer Berlins hinein, dass er gar nicht merkte, dass dieses Denken mehr in seinem Kopf bestand als in der Realität. Julia jedenfalls, der Liebling aller Caterer, die Berlin belieferten, hatte aber nunmal den etwas schüchternen Thomas auserkoren. Um ihn für sich zu gewinnen, hatte sie sich nun eine List ausgedacht. Sie wollte eine Krise simulieren, um ihn dazu zu bringen, ihr aus der Not zu helfen. Und wenn er es wagte, sie zu fragen, warum sie von allen Caterern aus Berlin ausgerechnet ihn um Hilfe bat, dann schwörte sie, würde sie mit dem Fuss aufstampfen und ihm sagen, wohin er sich die anderen Caterer aus Berlin stecken konnte! Denn keines war so gut wie sein Catering Berlin, sein Catering Altona und Catering Buffet sowie Catering Canapes Aber eins nach dem anderen. Zuerst musste sie mit ihm sprechen, von Caterer zu Caterer. Berlin richtete ja im Moment wieder eine internationale Messe aus, so dass sie einfach behaupten würde, für diese den Auftrag an Land gezogen zu haben. Leider leider aber war überraschend ihr Backofen ausgefallen, so dass sie ihre Miniquiches für das Eventcatering nicht zuende backen konnte und musste dringend seinen benutzen!

...aber Julia mag nur den Super Caterer Berlin!

„Super Caterer Berlin, was kann ich für Sie tun?“, meldete Thomas sich. „Thomas, hier ist Julia vom Catering und Partyservice Thule & Grete, ich brauche deine Hilfe, es ist sehr dringend!“ und sie schilderte ihm ihr Problem. Entgegen ihrer Annahme sträubte er sich nicht im Geringsten. Er sagte, sie könnte direkt vorbeikommen. Nachdem sie ihren Vorwand in den Ofen geschoben hatte, bot Thomas ihr ein Glas Wein an. Sie setzten sich auf die Couch und unterhielten sich so angeregt, dass Julia um ein Haar die verflixten Miniquiches vergessen hätte! Thomas half ihr dabei, diese aus dem Ofen zu nehmen und zum Auskühlen auf Platten zu verteilen. Als sie sich bedankte, sagte er: „ Wir Caterer aus Berlin müssen ja zusammenhalten.“ Und plötzlich stand er ganz nah neben ihr und da war diese Spannung ... Julia fasste sich ein Herz und küsste ihn.

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