Katja hat wie jeden Montag im Hotel Frühstücksservice. Für sie ist das die angenehmste und erfreulichste Aufgabe. Anders als bei der Nachtschicht an der Rezeption ist bei dem Frühstücksdienst immer belebte Stimmung und es duftet herrlich nach frischen Brötchen und Croissants. Wenn sie zum Frühstück Lieferservice München eingeteilt ist, muss sie zwar schon um fünf Uhr morgens frischen Kaffee aufsetzen für die Gäste, die auf Geschäftsreise sind und gleich frühmorgens weiter müssen, aber das stört Katja nicht. Sie trinkt dann gern selbst eine kleine Tasse und unterhält sich, je nach dem wie es ihre Zeit erlaubt, mit den um die Uhrzeit wenigen Gästen im Frühstückssaal. Dann hilft sie in der Küche dabei die Brötchen bestellen, Marmelade, Aufstrich und Wurst auf silbernen Platten anzurichten, Rührei braten und Obst zu waschen und zu schneiden. Ab und an nascht sie eine Erdbeere, natürlich nur um die Qualität zu überprüfen. Sie scherzt mit dem Küchenpersonal, das um diese Uhrzeit noch recht entspannt ist und erst gegen Abend meist alle Hände voll zu tun hat mit Zimmerservice, Hotelrestaurant und Abendbuffet. Für Katja bedeutete der Frühstück Lieferservice einen guten Start in den Tag.
Brötchenbringdienst beim Bäcker sieht für Tim um einiges stressiger aus. Bereits um vier Uhr morgens schuftet er in der Backstube. Wegen des angeheizten Ofens ist es sehr warm und beim Brot kneten läuft ihm der Schweiß in das rote Gesicht. Doch ebenfalls wie Katja liebt er den Geruch in der Backstube. Für ihn bedeutet Teig und Mehl einfach gute Laune. Zum Bäcker muss man eben geboren sein, dann stört der Frühstücksdienst auch nicht. Wer erst am Nachmittag oder Abend auf Hochtouren kommt, ist in diesem Beruf fehl am Platz und der Brötchenlieferservice eine Qual. Tim schiebt die fertig geformten Brote und Brötchen in den Ofen. Bevor er sich an das nächste Blech macht, trinkt er einen Schluck Kakao und blickt sich dabei in der geschäftigen Backstube um. So viel Betrieb wie zum Frühstücksdienst ist sonst den ganzen Tag über nicht. Zwei Lehrlinge, eine Bäckerin, ein Konditor und er selbst halten sich in dem Moment hinter dem Laden auf. Tagsüber sorgt nur ein Bäcker für Nachschub, da Brötchen in der Früh am beliebtesten sind und die Nachfrage im Laufe des Tages stetig sinkt. Tim stellt seinen Kakao wieder ab und bereitet ein neues Blech vor.
Torsten liebt Sonntagmorgen, vor allem wenn die Sonne scheint und die Luft noch leicht frisch von der Nacht ist. Dann sitzt er gegen neun auf der Terrasse seines Lieblingsrestaurants, die Tageszeitung aufgeschlagen auf dem Tisch und trinkt seinen Orangensaft. Gern macht er Gebrauch vom angebotenen Frühstücksdienst und bestellt ein großes Frühstück. Das ist immerhin die wichtigste Mahlzeit des Tages und für Torsten auch die Leckerste. Zur Zeit mag er Schusterjungen. Dazu ein Schokocroissant, einen kleinen Obstsalat und ein Ei und der Tag kann beginnen. Wenn Torsten seine Morgenlektüre beendet hat, bestellt er meist noch einen Kaffee und bedankt sich bei der Bedienung für den Brötchendienst. Er weiß genau, dass viele Menschen für diesen Frühstücksdienst arbeiten und ihm so seinen schönen Morgen ermöglichen. Während es an seinem Kaffee nippt, blickt er in den Park gegenüber.