Zurück in die Zukunft Filmposter

Essen in der Zukunft

Einen fröhlichen Back to the Future-Tag wünsche ich Euch allen! Heute, am 21. Oktober 2015, ist der Tag, an dem Marty McFly in der Zukunft ankommt, um seinen Sohn davon abzuhalten, eine Straftat zu begehen. Grund genug für viele, sich alle drei Filme im Kino oder zumindest den zweiten Teil zu Hause anzuschauen.

Wir nehmen uns dem Thema natürlich von einer Essens-Perspektive an. 1989, als Zurück in die Zukunft II in die Kinos kam, erwartete man, dass wir im Jahr 2015 dehydrierte (und stark verkleinerte) Pizza kaufen und dann im Hydrator zu einem leckeren Essen in voller Größe bereiten würden.

Ich hab so etwas noch nicht gesehen, aber vielleicht kommt Pizza Hut oder einer unserer Lieferdienste ja noch mit einer Aktion um die Ecke. Pepsi hat jetzt angekündigt, dass sie die Pepsi Perfect aus dem Film in einer limitierten Auflage und nur am 21. Oktober verkaufen wird.

Wir machen es wie die Filmemacher in den 80ern und philosophieren darüber, was und wie wir in 24 Jahren – also 2039 – essen.

Was essen wir in Zukunft

Was wir essen ist ja schon jetzt ein großes Thema: bio, vegetarisch, vegan, öko, alles selbst anbauen. Es gibt viele Richtungen und Meinungen. Auch wenn die Blicke in die weiter entfernte Zukunft gehen. Hier schwanken meine Kollegen und ich ein bisschen zwischen gut und nicht so wünschenswert.

Henning kommt zum Beispiel gleich mal mit der nächsten SciFi-Anspielung um die Ecke und meint, dass ab 2022 alle Überlebenden “Soylent Green” essen . Gut, das kommt schonmal in die Schublade “nicht so wünschenswert”. Gemeinsam mit Jelena aus dem holländischen Team ist Henning aber auch der Meinung, dass unser Essen in Zukunft vor allem künstlich hergestellt und gezüchtet sein wird, da das Klima nicht mehr hergibt. Ob Vegetarier es sich dann anders überlegen und Fleisch essen, wenn es aus der Petrischale kommt?

Essen aus dem Labor klingt für manche vielleicht erstmal komisch, ich fände es aber eine ganz gute Sache. Zumal es immer auch die Hoffnung birgt, dass wir so alle Menschen ernähren können. Aber das ist wohl wirklich Zukunftsmusik und wenn ihr mich fragt, werden wir im Jahr 2039 noch nicht so weit sein.

Molekularküche Salat auf Löffel

Andere Kollegen, die ich befragt habe, sind sich einig: In 24 Jahren essen wir, was heute “Superfood” heißt und Astronautennahrung. Also konzentrierte Nährstoffe, genau auf bestimmt Funktionen abgestimmt, als Riegel oder aus der Tube. Das klingt jetzt nicht so nach dem leckersten Essen, oder? Kombiniert mit Molekularküche wird es dann aber vielleicht doch ganz ansehnlich.

Maria geht sogar soweit, dass “richtiges” Essen aus dem Gewächshaus oder der Natur bis dahin Luxus sein wird.

Mit der bereits gedruckten Pizza hoffe ich persönlich ja auf einen Replikator à la Star Trek, der mir mein gewünschtes Essen und Trinken einfach zubereitet. Das ist dann auch irgendwie aus dem Labor und gezüchtet – aber cooler als ein einfacher Riegel.

Wie essen wir in Zukunft

Neben dem was, stellt sich auch noch die Frage, wie wir in Zukunft Essen. In Kalifornien gibt es schon ein “Restaurant der Zukunft”, in dem keine menschliche Interaktion mehr nötig ist. Man bestellt per Tablet und das Essen kommt aus einem Automaten.

Nimmt man dazu noch das Hotel in Japan, in dem nur Roboter arbeiten, dann bekommt man den Eindruck, dass bald kein Platz mehr für Menschen in der Gastronomie ist.

Maria meint, dass wir unsere Nahrung vor allem aus Dosen oder recycelten Behältern essen. Was das Einkaufen angeht ist Maurices Vision ein Supermarkt, in dem die Regale nach dem Nutzen des Essens sortiert sind. Statt “Teigwaren” und “Kaffee” also “Für’s Herz” und “Für gesunde Haut”.

Ich sehe die Zukunft des Essens nicht wirklich grau. Ich denke, auch in 24 Jahren werden wir uns noch Essen aus Restaurants liefern lassen, in denen Menschen hinterm Herd stehen und kochen. Vielleicht hat die Technik oder die Lebensmittelindustrie bis dahin schon ein paar neue Entwicklungen massentauglich gemacht, aber das geht ja dann doch oft langsamer, als wir es uns ausmalen.