Treuepunkte für den guten Zweck - Brot für die Welt

Eure Treuepunkte für Brot für die Welt

Ab Sonntag, den 11. Dezember 2016, könnt Ihr Eure Treuepunkte in unserem Prämienshop wieder fleißig gegen eine Spende an die Organisation Brot für die Welt eintauschen #TreuepunkteFürDenGutenZweck. Wenn Ihr 100 Punkte gesammelt habt, könnt Ihr diese bis zum 31. Dezember 2016 mit einem Klick in eine 5 Euro Spende verwandeln. Damit Ihr erfahrt, was damit geplant ist, habe ich Herrn Michael Türk, Referent für Unternehmenskooperationen und Stiftungen bei Brot für die Welt, interviewt.

Wir wollen dazu beitragen, dass arme und ausgegrenzte Menschen rund um den Globus aus eigener Kraft ihre Lebenssituation verbessern können.

Michael Türk

­­Bitte stellen Sie sich kurz vor.­­­­

Mein Name ist Michael Türk. Ich bin 50 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich in Hamburg. Aus dieser Zeit stammt auch noch meine Leidenschaft für den HSV.

Michael Türk

Seit drei Jahren arbeite ich bei Brot für die Welt am Hauptsitz in Berlin, der Stadt meines Herzens. In der Spenderkommunikation kümmere ich mich um alle Unternehmen, die unsere Arbeit unterstützen.

Logo Brot für die Welt

Es gibt viele Dinge für die man sich engagieren kann, wie haben Sie sich fokussiert?

Mich treibt die Erkenntnis um, dass die Menschheit nicht zuletzt durch die Digitalisierung enger zusammen gerückt ist. Das führt zu größerer Transparenz. Ungerechtes Handeln anderen gegenüber bleibt nicht länger im Dunkeln und natürlich nehmen die Menschen in ärmeren Ländern durch die digitale Vernetzung unmittelbar wahr, wie gut es uns hier geht. Ich finde, dass alle Menschen weltweit das gleiche Recht auf angemessene Lebensbedingungen haben, dafür trete ich ein.

Durch was zeichnet sich Brot für die Welt gegenüber anderen Organisationen aus?

Vor allen dadurch, dass wir das Hilfswerk der evangelischen Kirche in Deutschland sind und uns aus diesen Wurzeln heraus für eine gerechtere Welt einsetzten.

Wieso engagiert sich Brot für die Welt bewusst nur im Ausland?

Brot für die Welt wurde 1959 als einmalige Aktion der evangelischen Kirche ins Leben gerufen. Anlass war eine Hungersnot in Indien, von der etwa 12 Millionen Menschen betroffen waren. Nach Jahren der großzügigen Hilfe aus dem Ausland für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Beteiligten etwas zurückzugeben. Der Erfolg der Aktion führte dazu, dass Brot für die Welt sich auf Hilfsleistungen im Ausland konzentrierte – was gleichzeitig eine Arbeitsteilung war, denn für Hilfe im Inland gab es bereits die Diakonie als evangelisches Hilfswerk.

Welche Ziele verfolgt Brot für die Welt?

Wir wollen dazu beitragen, dass arme und ausgegrenzte Menschen rund um den Globus aus eigener Kraft ihre Lebenssituation verbessern können. Dazu arbeiten wir ausschließlich mit Partnern vor Ort zusammen. Denn die kennen die Verhältnisse vor Ort am besten und wissen, was der wirkliche Bedarf ist.

Gibt es eine besonders rührende Spendengeschichte, die Sie mit uns teilen möchten?

Wenn mir Spendende sagen: „Ich vertraue Ihnen, dass sie dass Geld dort einsetzen, wo es wirklich gebraucht wird“, rührt mich das – und ich bin noch mehr motiviert, dieses hohe Vertrauen in unsere Arbeit zu erfüllen.

Die Lieferando.de Nutzer können ihre Treuepunkte für eine Spende einlösen. Wo genau fließt dieses Geld dann hin und was wird damit gemacht?

Die Spenden fließen in verschiedene Ernährungsprojekte von Brot für die Welt, z.B. nach Kenia, wo Mangelernährung ein großes Problem ist. Mangelernährte Menschen sind körperlich und geistig weniger leistungsfähig und krankheitsanfälliger. Besonders gilt dies für Kinder: Erhalten sie im Mutterleib oder den ersten Lebensjahren keine ausgewogene Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, dann bleiben dauerhafte körperliche Schäden zurück. Nur wenn sie sich ausgewogen ernähren, haben sie Energie. In unserem Projekt „Ein Füllhorn an Nährstoffen“ werden traditionelle Sorten wie Sorghum, eine Hirseart, wieder entdeckt. Die mineralstoffreiche Pflanze enthält neben Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium und Kalium viel Kieselsäure und Eisen, eben alles, was ein Mensch braucht, um gesund aufzuwachsen.

Brot für die Welt

Foto: Jörg Böthling/Brot für die Welt

Wie geht man damit um, dass man nicht allen, sondern nur einem kleinen Teil der Hungernden, helfen kann?

Ich bin der festen Überzeugung, dass unser Ansatz dazu führt, vielen zu helfen. Denn wir arbeiten nicht nur daran, dass Menschen nicht mehr hungern, sondern betrachten die Gesamtzusammenhänge und arbeiten von der Basis bis zur Politik. So ist es zum Beispiel durch umfassende Gesundheitsversorgung, Zugang zu Wasser, und Achtung der Menschenrechte möglich, dass sich die Lebensbedingungen der Menschen im größeren Rahmen verbessern. Gleichzeitig setzen wir uns in Gremien und durch Lobbyarbeit dafür ein, dass Handelsbeziehungen gerechter werden. Wenn wir alle teilen, haben viele Menschen mehr.

Welche Möglichkeiten haben Schulabgänger sich bei Brot für die Welt zu engagieren?

In vielen Kirchengemeinden ist Brot für die Welt auch mit Jugendgruppen aktiv.

Außerdem bieten wir in unserem Freiwilligendienst jungen Menschen an, als Freiwillige nach Costa Rica, Georgien, Kambodscha, Kamerun und Sambia zu gehen. Sie arbeiten dort 12 Monate unterstützend in Projekten unserer Partnerorganisationen mit, setzen sich mit entwicklungspolitischen Themen auseinander und sammeln wertvolle Lebenserfahrungen.

Und noch eine Frage in privater Sache. Was ist Ihr absolutes Lieblingsessen?

Ich liebe Borschtsch, eine Rote-Beete Suppe mit saurer Sahne nach polnischer Art.

 

Ulrike author

Ich bin die Neu-Berlinerin in unserem Dreiergespann und interessiere mich für alles, was mit Essen und Lifestylekram zu tun hat. Deswegen treibe ich mich gerne auf Märkten rum und entdecke neue Ecken dieser schönen bunten Stadt.