Training Hertha BSC

Zeit für „gute Schokolade“ – Interview mit Fabian Lustenberger

Die Gewinner stehen fest! Über das unterschriebene Trikot von Fabian Lustenberger kann sich Laurenz Lukaku freuen. Die 2 x 2 VIP Tickets für das Spiel 1. FSV Mainz 05 gegen den Hertha BSC am 14. Mai gehen an Marie Caroline und Daniel Wallenhauer. Herzlichen Glückwunsch! Bitte meldet Euch bis 16:00 Uhr via blog@takeaway.com, sonst verfällt der Gewinnanspruch.


Zum Bundesliga-Saisonabschluss machte ich mich auf den Weg zu Hertha BSC und habe mir das Training der Profis angeschaut. Zudem habe ich mich mit dem Kapitän von Hertha BSC unterhalten und ein paar interessante Aussagen zu der aktuellen Saison, seinen Essensgewohnheiten und natürlich zur Schweizer Schokolade erfahren.

Interview mit Fabian Lustenberger

Verratet uns bis zum 12. Mai, 23:59 Uhr, hier auf dem Blog in den Kommentaren Eure Lieblingsschokolade und gewinnt ein von Fabian Lustenberger signiertes Hertha BSC Trikot ode 2 x 2 VIP Tickets für das Spiel 1. FSV Mainz 05 gegen den Hertha BSC am 14. Mai. Schreibt uns bitte zusätzlich in den Post, ob ihr das Trikot oder die Tickets gewinnen wollt. Dementsprechend werden wir drei Gewinner am Freitag früh küren und direkt per E-Mail benachrichtigen. Die Teilnahmebedingungen findet Ihr hier.

unterschriebenes Trikot Fabian Lustenberger

Viel Spaß!

Interview mit Fabian Lustenberger

Fragenblock 1: Fußball

Hallo Fabian Lustenberger! Am Wochenende verloren Sie unglücklich das Spiel gegen SV Darmstadt 98 mit 1:2. Haben Sie das Zustandekommen der Niederlage schon verarbeitet und woran hat es gelegen, dass man nach dem 1:0 nicht mit drei Punkten das Stadion verlassen konnte?

Hallo, wir haben bereits am vergangenen Sonntag mit der Mannschaft über das Spiel gesprochen und müssen uns jetzt wieder sammeln und nach vorne schauen. Wir haben am Ende der Saison nicht mehr die Zeit, um alles bis ins kleinste Detail zu analysieren, sondern konzentrieren uns nun alle auf die kommende Aufgabe. Nun beginnt dementsprechend die Vorbereitung auf das Spiel gegen 1. FSV Mainz 05 und dann ist die Niederlage gegen Darmstadt auch schnell vergessen.

Jetzt steht das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 an: Wie schätzen Sie dort die Chancen auf einen Sieg ein?

Ich glaube, dass es ein Spiel auf Augenhöhe werden wird. Beide Mannschaften spielen eine überragende Saison. Keiner der beiden Mannschaften wurde eine solche Saison zugetraut. Wir spielen beide um die direkte Qualifikation zur Europa-League. Es wird ein sehr interessantes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die sicherlich auch über ihrem Leistungsniveau in dieser Saison gespielt haben, aber nun zu Recht dort oben in der Tabelle stehen. Wir werden natürlich versuchen, das Spiel zu gewinnen.

In der vergangenen Saison spielten Sie noch am letzten Spieltag in Hoffenheim gegen den Abstieg und waren einer enormen Drucksituation ausgesetzt. In dieser Saison hat Hertha BSC den Einzug in die Europa-League bereits geschafft, aber auch hart dafür kämpfen müssen. Ist der Druck aus der vergangenen Saison mit der aktuellen Situation vergleichbar?

Für mich ist der Druck in dieser Saison nicht zu vergleichen. Wir spüren aktuell nicht den Druck als Mannschaft, etwas machen zu müssen. Natürlich wollen wir 5. werden und uns direkt für die Europa-League qualifizieren und natürlich hätten wir auch noch gerne länger um den 3. und 4. Platz mitgespielt. Aber es ist ein anderer Druck, als in der vergangenen Saison. In der vergangenen Saison ging es hier im Verein auch um Existenzen von Mitarbeitern und mit dem Abstieg verbundene mögliche Spielerwechsel. Da hängt bei einem Abstieg so viel dran. Wenn wir es in dieser Saison auf direktem Weg in die Europa-League schaffen, dann sehen wir das als Belohnung an. Druck machen wir uns da nicht.

Hertha BSC spielt in der nächsten Saison nach vielen Jahren wieder international. Viele Vereine hatten in der Vergangenheit ein Problem mit der Doppelbelastung aus Europa-League und Bundesliga wie in diesem Jahr der FC Augsburg. Worin besteht die große Kunst, mit der Doppelbelastung umzugehen?

Es ist notwendig, dass man einen guten Mittelweg findet. Wenn möglich, startet man gut in die Saison. Es gibt nichts Wichtigeres als ein optimaler Saisonstart im Pokal und in der Liga. So gewinnen wir z. B. Sicherheit und können diese positive Stimmung dann in die weiteren Wochen mitnehmen. Zudem wird der Kader so aufgestellt, dass der Trainer rotieren kann. Wir werden uns an diesem Niveau messen und ich glaube, dass wir uns nicht verstecken müssen.

Vor ein paar Wochen wurden Sie mit Hertha BSC noch von der Presse hochgelobt und als sicherer Champions-League-Teilnehmer angesehen. Am vergangenen Samstag hieß es dann: „Schlechte Hertha verspielt die Champions League“. Wie würden Sie die Saison mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale und dem aktuellen 6. Platz in der Bundesliga bewerten und was können Sie in die nächste Saison mitnehmen?

Wir haben diesen Tabellenplatz unserer gesamten Teamleistung, bestehend aus Spielern, Funktionären, Fans und Trainern, zu verdanken. Bewerten werden wir abschließend die Saison nach dem kommenden Spieltag. Manchmal denkt man sich, dass es schade ist, wie über uns nach so einer Saison berichtet wird. Aber ich bin lange genug im Profigeschäft aktiv und kenne die Abläufe. Es gehört dazu. Und damit können wir leben. Wir schauen positiv nach vorne und wollen mit einem Sieg diese Saison beenden.

Hertha BSC Fahne

Fragenblock 2: Ernährung

Sie sind Vater von zwei Kindern und es gibt sicherlich Situationen, bei denen auch Sie auch einmal ein Stück Schokolade naschen. Als Leistungssportler spielt die Ernährung aber bekanntlich eine große Rolle. Auf was achten Sie bei der Ernährung und worauf verzichten Sie (leider)?

Grundsätzlich müsste ich auf gar nichts verzichten. Ich muss mich so ernähren, dass ich mich in meinem Körper wohl fühle und meine Leistung bringe. Und wenn mal ein Stück Schokolade oder ein paar Chips vor dem Fernseher dabei sind, ist das kein Problem für mich. Aber der Zeitpunkt ist entscheidend: Ich würde mich z. B. nicht zwei Tage vor einem Spiel in ein Fast-Food Restaurant setzen. Ich habe einen Rhythmus gefunden, bei dem ich mich wohlfühle. Und wenn ich mal am Sonntagabend eine Pizza bestelle, dann freuen sich einerseits die Kinder und wir genauso.

Daraus schließe ich, dass Familie Lustenberger online schon mal Essen bestellt hat?

Schon öfter und auch bei Lieferando.de. Wie gesagt: sonntags ist das auch mal erlaubt.

2007 wechselten Sie vom FC Luzern aus der Schweiz zu Hertha BSC nach Berlin. Welche Gerichte oder Spezialitäten vermissen Sie in Berlin?

Wir haben in der Schweiz eine überragende Salatsoße in den Supermärkten. Wenn ich Besuch aus der Heimat bekomme, dann lasse ich mir immer etwas mitbringen, denn sie kann man hier nicht kaufen. Auch Schokolade lass ich mir mitbringen, die ich aber in der Kabine zum Naschen verteile. Vor allem unser Physiotherapeut ist sehr interessiert. Von den Spezialitäten, die mir fehlen, bekommt man in Berlin doch schon sehr viel.

Lieblingsgericht aus der Schweiz?

Gutes Raclette mit tollen Zutaten. Das essen wir in Berlin auch oft mit der Familie. Raclette ist für mich ein sehr traditionelles Schweizer Essen.

Lieblingsgericht aus Deutschland?

Das sind tatsächlich Bouletten. Zwar gibt es die in der Schweiz auch, aber dort werden sie anderes zubereitet. Wenn meine Frau Bouletten mit Mischgemüse und Kartoffelpüree macht, dann kann man von meinem Lieblingsessen reden.

Stimmt es eigentlich, dass Schweizer so gerne Schokolade essen?

Wenn ich mir unseren Physiotherapeuten anschaue, essen Deutsche genau so gern Schokolade wie wir Schweizer (lacht). Es kann aber schon stimmen, dass die guten Schokoladen in der Schweiz hergestellt werden und dann greift man vielleicht eher zu. Aber abschließend kann ich das nicht beurteilen. Das ist reine Spekulation (lacht).

 Ich hoffe das Interview mit Fabian Lustenberger ist für Euch genauso spannend, wie für mich.