Pommes Frites

Pommes Frites – alles was Ihr wissen wollt

Heute (13. Juli) ist #FrenchFriesDay und ich möchte Euch ein bisschen über die Geschichte und die Herstellung der goldgelben Verführung in Stäbchenform berichten. Pommes sind neben Waffeln, Bier und Schokolade das kulinarische Aushängeschild Belgiens.

Geschichte

Nach einem ausgiebigen Streit zwischen Franzosen und Belgiern scheint festzustehen, dass die Belgier den Kampf um die Erfindung der Pommes Frites gewonnen haben. Zwar stammt der Name aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „frittierter Erdapfel“, jedoch kamen ihnen die Belgier mit der Idee, Kartoffeln in heißem Fett auszubacken, zuvor. Das Büchlein „Curiosité de la table dans les Pays Bas Belges“ belegt, dass die Bewohner bereits 1781 auf die Idee kamen, Kartoffeln klein zu schneiden und zu frittieren, wenn sie im Winter nicht wie gewohnt Fische fangen und im Fett ausbacken konnten.

Übrigens verbinden nur Amerikaner namentlich Pommes mit Frankreich, da sie sie „French Fries“ nennen, Briten übrigens „Chips“ (nicht zu verwechseln mit unseren Kartoffelchips, denn die heißen in England „Crisps“.)

Seid Ihr mal in Brüssel solltet Ihr unbedingt bei Maison Antoine auf dem Place Jourdan vorbeischauen. Die Pommesbude gewinnt zwar keinen Preis für die schönste Location in Belgien, zaubert aber angeblich einiger der besten Pommes im ganzen Land und existiert seit mehr als 65 Jahren.

Herstellung

Für die Zubereitung von Pommes Frites werden große geschälte Kartoffeln verwendet, die in Stäbchen geschnitten werden (ca. ein Zentimeter Durchmesser und vier bis zehn Zentimeter lang). Diese werden dann gewaschen, getrocknet (um die Kartoffelstärke zu entfernen) und anschließend zweimal in Pflanzenöl frittiert. Belgier scheinen hier einen speziellen Geschmack zu haben, denn sie verwenden Rindertalg, der den Pommes eine nussige Note verleihen soll. Da belgische Pommes göttlich schmecken, nehmen wir das doch einfach mal so hin. (Kleiner Tipp: Nicht Googeln) Bei nur einem Frittier-Durchgang kann es leicht geschehen, dass die Pommes nicht gar oder zu dunkel werden. Deswegen erst bei circa 138 ° Grad garen, zehn Minuten ruhen lassen und dann bei 170 ° Grad bräunen bis sie ihre goldene Kruste erhalten und oben schwimmen. Wichtig ist, dass das Fett nicht zweimal erhitzt werden darf, denn das schmeckt man laut Experten sofort.

Die als Tiefkühlware erhältlichen Pommes könnte man dabei als Halbfertigprodukt bezeichnet, denn sie werden nach dem ersten Frittieren tief gefroren, so dass sie nur noch einmal im Backofen erhitzt werden müssen.

Wenn Ihr Lust habt Fritten selbst herzustellen, aber leider nicht im Besitz einer Fritteuse seid, nehmt einfach einen großen Topf oder eine Pfanne und erhitzt eine Menge Öl, um aus den langweiligen Kartoffelstäbchen kleine Helden zu zaubern. Aber Vorsicht: portionsweise und nicht zu viele auf einmal, denn sonst kühlt das Öl zu stark ab. Schlecht, denn die Pommes nehmen dann zu viel Fett auf, da sich die schützende Kruste nicht unmittelbar bildet.

Saucen

Was wären Fritten aber ohne eine gute Sauce? Wahrscheinlich nur halb so erfolgreich. Deshalb gibt es auch unzählige Varianten, die den Genuss der goldgelben Stäbchen vollenden. Ob Sauce Tartar als eine Art Remoulade, Sauce Andalouse mit Tomatenpaste und Paprika, scharfe Samurai-Sauce, Curry-Sauce, süße Sauce, Knoblauch-Sauce oder ganz klassisch mit Ketchup und Mayo, hier hat jeder seine Vorlieben. Ich persönlich favorisiere belgische Pommes mit Mayo, einem Kleks Curry-Sauce und einem kleinen Häufchen frischer Zwiebelwürfel.

In Kanada wird´s übrigens richtig pervers. Hier gibt es Poutine: eine Mischung aus Bratensauce und Käse, meistens Cheddar. Manchmal kommt noch Fleisch drauf und fertig.

In England gibt´s Pommes und den geliebten frittierten Fisch mit Essig. In Irland und Schottland mit Brown Sauce, aus Essig, Tomaten und Gewürzen.

Sorten

Natürlich gibt es neben den klassischen belgischen Pommes Frites auch andere Variationen. Die Fritten können im Wellenschnitt sein, klassisch, extra dünn oder gewürzt. Besonders beliebt sind auch Pommes aus Süßkartoffeln oder verdrehte Pommes mit leckeren Dips.

Auf Instagram habe ich noch so einige Food-Porn-Pommes-Fotos gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Thick-cut potato fries + seaweed sauce 👊🏻 #hifries #potatofries #pommesfrites #pommes #anakkentang #jktfoodies #heytheresia

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Auch wenn das für den ein oder anderen nicht nachvollziehbar klingen mag, ich hab jetzt ziemlich Bock auf Poutine und werde mich mal auf die Suche machen oder Pommes bestellen und die Sauerei einfach zuhause nachstellen.

Und wenn Ihr denkt, dass auch Eure Freunde mehr über das goldene Glück erfahren solltet, teilt diesen Beitrag gerne auf Facebook, Twitter oder Google+.

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Quelle: giphy

Ulrike author

Ich bin Ulrike und interessiere mich für alles, was mit Essen und Lifestylekram zu tun hat. Deswegen treibe ich mich gerne auf Märkten rum und entdecke neue Ecken der schönen bunten Stadt Berlin.