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Israelische Küche: Ein kulinarischer Melting Pot | lieferando

Israelische Küche - Gerichte:

Israelische Küche: Was ist das eigentlich?

Mit der israelischen Küche ist es keine ganz einfache Sache, denn wie den Staat Israel, dessen ca. acht Millionen Menschen umfassende Bevölkerung sich ja aus jüdischen Einwanderern aus aller Herren Ländern und einer arabischen Minderheit zusammensetzt, so kann man auch die israelische Küche mit einigem Recht als Melting Pot bezeichnen, denn hier treffen eine ganze Reihe an verschiedenen Traditionen zusammen: Eine wichtige Rolle spielen z. B. die mosaischen Speisegesetze, nach denen ein Jude beispielsweise kein Fleisch vom Schwein verzehren darf (auch wenn ein gewisser Woody Allen einmal darlegte, Moses habe sich nur gegen den verzehr von Schweinefleisch in bestimmten Restaurants in der Bronx ausgesprochen). Neben den religiösen Vorschriften, welche die israelische Küche und die arabische Küche in diesem Fall übrigens teilen, kann auch die jüdische Küche selbst unterteilt werden: Nämlich in die aschkenasische Küche, die von den jüdischen Einwanderern aus Osteuropa nach Israel gebracht wurde – hier ist u. a. ein starker Einfluss durch die österreichische Küche spürbar – und die sephardische – hier knüpft man an die orientalische Küche bzw. an die türkische Küche an (z. B. gilt der Falafel als Nationalgericht für die israelische Küche. Übrigens: einige typisch jüdische Speisen sind auch in Deutschland wohlbekannt – ein Beispiel ist der Bagel, der mit einem Umweg über die amerikanische Küche schließlich weltweit bekannt wurde.

Israelische Küche – die aschkenasische Tradition:

Wie bereits erwähnt, greift die aschkenasische Küche auf die Tradition des osteuropäischen Judentums zurück. Es finden sich dementsprechend Einflüsse der österreichischen Küche (aus der Zeit der k. und k. Monarchie), denen die israelische Küche z. B. den Strudel und zahlreiche weitere Gebäck Spezialitäten verdankt und natürlich der osteuropäischen Küche, wie der Blintz (abgeleitet vom russischen Rezept für Eierpfannkuchen mit Füllung: Bliny), aber auch die Latkes (frittierte Kartoffel Puffer, die auf die polnische Küche zurück gehen) belegen. Mit dem Verzicht auf Schweinefleisch sind die jüdischen Speisevorschriften übrigens noch lange nicht ausgeschöpft. Für viele Feiertage und auch für den Schabbat gibt es eigene Gerichte, wie z. B. gefilte Fisch oder das Matze Brot, das zum Pessach Fest verzehrt wird.

Israelische Küche – die sephardische Tradition:

Als Sephardim werden die Nachfahren jener Juden bezeichnet, die bis etwa 1500 n. Ch. in Spanien und Portugal lebten und sich nach ihrer Vertreibung im osmanischen Reich ansiedelten. Sie haben viele Einflüsse, Zutaten und Gerichte der orientalischen Küche aufgenommen. Neben dem bereits erwähnten Falafel ist besonders das Israel sehr beliebte Hummus (eine Spezialität aus pürierten Kichererbsen, Olivenöl Zitronensaft, Knoblauch etc. zubereitet und mit Fladenbrot serviert wird) besonders erwähnenswert. Man sollte, nach allem was hier gesagt wurde, jedoch nicht annehmen, dass sich die jüdische Bevölkerung Israels oder Juden im allgemeinen sklavisch an die von Moses gestifteten Speisevorschriften halten, wie der folgende Anekdote von Salcia Landmann beweist, die verdienstvolle Arbeiten nicht nur über die jüdische Küche, sondern ebenfalls über den jüdischen Witz veröffentlich hat: Kommt ein Jude in ein Restaurant und sagt zu dem Kellner: "Herr Ober, bringen Sie mir bitte von dem Fisch". Antwortet der Kellner: "Das ist kein Fisch, das ist Schinken!", entgegnet der Jude: "Habe ich Sie etwa gefragt wie der Fisch heißt?"…