9. September 2022 •

• Lesezeit 2 Minuten

Was ist Preisgestaltung und wie kann sie zu mehr Gewinn beitragen?

In Zeiten von Inflation und steigenden Kosten ist es an der Zeit, über Ihre Preiskalkulation nachzudenken. Im folgenden Artikel erklären wir Ihnen die wichtigsten Punkte, die Ihre Preiskalkulation beeinflussen können, und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Gewinne steigern können.

Was bedeutet Preiskalkulation?

Mithilfe von Preiskalkulation berechnen Sie, wie die Verkaufspreise Ihrer Gerichte in Ihrer Speisekarte aussehen sollten. Die richtige Preiskalkulation entscheidet über den Erfolg bzw. Misserfolg Ihres Restaurants und sollte gut durchdacht sein.

Welche Faktoren beeinflussen die Preiskalkulation?

Warenpreis – und Kosten: Hierzu zählen unter anderem Lebensmittel, Haltbarkeit und Lieferkosten. Versuchen Sie, die beste Qualität zum niedrigsten Preis zu erhalten. Denken Sie über Ihre Portionsgrößen pro Gericht nach, um genau kalkulieren zu können, wie viel Wareneinsatz Ihnen pro Portion entsteht.

Allgemeine Kosten beinhalten alle fixen und variablen Kosten wie Wasser, Strom, Gas, Reinigungskosten, Mietgebühren, Versicherungen und Marketingkosten.

Personalkosten: Gehälter, Zusatzleistungen, Urlaubsgeld und Sozialversicherungsbeiträge für all Ihre Mitarbeiter, wie Service- und Küchenpersonal, Buchhaltung, Reinigung und Management.

Wahl des Lieferanten: Vergleichen Sie stets die unterschiedlichen Preise der verschiedenen Lieferanten. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Lebensmittel zu einem optimalen Preis einkaufen.

Saisonale Produkte: Je nach Saison variieren die Preise für Zutaten, daher ist es ratsam, den Speiseplan im Laufe des Jahres anzupassen. Das sorgt nicht nur für frische Zutaten und ein abwechslungsreiches Angebot, sondern hält auch die Kosten niedrig. Und das Interesse Ihrer Kundschaft bleibt erhalten!

Wie berechne ich meine Preise?

Der Verkaufspreis setzt sich aus fünf verschiedenen Preisberechnungen und Kosten zusammen, die in die genaue Berechnung einfließen:

  • Warenkosten (= Einkaufspreis)
  • Allgemeine Kosten
  • Personalkosten
  • Gewinnmarge
  • Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer

Die Faustformel für die Kalkulation in der Gastronomie ist wie folgt:

Grundpreis = Einkaufspreis + 40 % für Lagerung + 30 % Gemeinkosten und Eigenkosten + 20 % bis 40 % kalkulierter Profit = Grundpreis
Nettoverkaufspreis = Grundpreis + 17 % bis 20 % Personalkosten
Bruttoverkaufspreis = Nettoverkaufspreis + Mehrwertsteuer

3 zusätzliche Tipps zur Steigerung Ihres Umsatzes

Tipp 1: Behalten Sie die Marktpreise im Auge

Der Marktpreis ist, einfach ausgedrückt, der Höchstpreis, den ein Kunde bereit ist, zu zahlen – er wird durch die Nachfrage bestimmt. Unser Tipp ist, behalten Sie den Marktpreis in Ihrer direkten Umgebung im Auge, in dem Sie Ihre Preise mit denen Ihrer Konkurrenz vergleichen. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, zu welchen Preisen Ihre Speisen und Getränke verkauft werden können. Um Ihre Speisekarte zu optimieren und zu kalkulieren, welches Ihre meistverkauften Gerichte sind, empfehlen wir Ihnen unser Analytics Tool in Ihrem Restaurant Portal.

Tipp 2: Sparen Sie bei den Warenkosten

Überprüfen Sie die Einkaufspreise und -mengen sorgfältig, vergleichen Sie die Preise verschiedener Lieferanten, stellen Sie einheitliche Rezepte auf und reduzieren Sie die Speisekarte auf die gewinnbringenden Gerichte.

Tipp 3: Vermeiden Sie ungerade Preise

Um einen einheitlichen Verkaufspreis zu erzielen, können Sie ungerade Beträge aufrunden. So können Sie z. B. 10,30 € auf 10,50 € aufrunden – Ihre Kunden werden sich wahrscheinlich nicht an den 20 Cent Differenz stören.