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Sarma mit Kraut & Fleisch bestellen & genießen! | lieferando

Sarma – gesamteuropäische Kultrolle

Die türkische Küche bezeichnet mit Sarma etwas, dass die französische Küche hervorgebracht hat und sogar von einem Enkel des Sonnenkönigs erfunden wurde: Die Rede ist von der Roulade. Die blaublütige Herkunft trifft allerdings nur auf die Haupttypen von Sarma zu, welche die deutsche Küche auf der Speisekarte hat: Denn von Breslau bis Wladiwostok und von Stettin bis Izmir ist die Krautroulade vorherrschend. Die österreichische Küche nennt sie ebenfalls "Krautrouladen", die ungarische Küche bezeichnet sie als "töltött káposzta", und auch die polnische Küche und die russische Küche sind bestens mit der Roulade vertraut. In den osteuropäischen Rezepten wird die Füllung aus gewürztem Getreide, Zwiebeln und Hackfleisch meist vor dem Füllen angebraten und dann erst in Kohlblätter eingerollt. Die Kohlrouladen werden in Tomatensauce gedünstet oder in cremiger Sauce, die auch Pilze enthalten kann, serviert.

gesammelte Rezepte für Sarma

Hierzulande haben Rouladen meist folgenden Zutaten:

  • Blanchierte und übereinander gelegte Wirsing- oder Weißkohlblätter
  • Hackfleisch
  • Speck
  • Zwiebeln
  • je eine Prise Salz
  • Pfeffer
  • und Majoran

gewickelt und mit einem Küchengarn gebunden oder mit Zahnstochern zusammengesteckt. Gelegentlich wird der Füllung noch Reis oder Tomatenmark beigefügt. Die übliche Beilage sind Kartoffeln, entweder Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei. Auf dem Balkan wird die Sarma aus gesäuerten Weißkohlblättern und Grünkohl hergestellet und meist mit geräuchertem Fleisch sowie Sauerkraut gekocht. Die Verwendung von Wieinblättern ist wahrscheinlich das entscheidende Argument dafür, warum die serbische Küche, die kroatische Küche und die albanische Küche die Roulande so nennen, wie man Sie in der Türkei auch nennt: Nämlich Sarma.

So wird Sarma gemacht

Die Grundzubereitung, gefüllte Blätter von Gemüse zu garen, geht auf eine Jahrtausende alte Tradition im byzantinischem Reich zurück. Damals wurden Blätter verschiedener Pflanzen genutzt um die Füllung zu umwickeln, unter anderem auch Weinblätter, welche für die türkische Küche bei vielen Gerichten – Döner außen vor gelassen – eine große Rolle spielen. Diese Weinblätter wurden nicht nur mit Gemüse gefüllt, die Sarma enthielt auch schon damals Fleisch. Das Referenzgebiet rund um den östlichen Mittelmeerraum, in denen bis heute fleischhaltige und vegetarische Sarma-Variationen gegessen werden, ist deckungsgleich mit dem ehemaligen oströmischen Reich. In den meisten dieser Länder gibt es auch Sarmas, wobei sich die jeweiligen Landesrezepte nicht wesentlich unterscheiden, ganz gleich, ob die spezifisch gewürzten Füllungen mit Weinblättern, Kohl oder auch anderen Blättern wie beispielsweise Mangold umhüllt werden. Im restlichen Europa lassen sich Sarmas auf die Verbreitung von Kohl als Hauptzutat zurückführen. Wahrscheinlich ist die extreme Kälte in manchen regionen Osteuropas der Grund für die Beliebtheit der Sarma.