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January 29, 2021 (Aktualisiert March 5, 2021)

In diesem Laden bekommst Du den vielleicht besten Burger Berlins

Diesen Monat auf The Takeaway, schauen wir Behind The Menu Deines Lieblingsburgerrestaurants, das auch zu Dir nach Hause liefert

Ein Burgerladen in einem Toilettenhäuschen? Das gibt es nur in Berlin! Entdecke mit uns den Burgermeister, eine der beliebtesten Burgerbuden Berlins.

Der Name ist Programm: Der Burgermeister ist in Berlin dank seiner leckeren, selbstgemachten Burger seit seinem ersten Tag eine Institution in Berlin. Und das nicht nur, weil der erste Laden in einem ehemaligen Toilettenhäuschen eröffnet wurde.

Sondern auch und vor allem wegen der Burger, in die nur die besten Zutaten kommen und bei denen alles – vom Bun bis zum perfekten Patty – im Laden selbst hergestellt wird. Gründer Cebrail Karabelli erzählt uns im Gespräch, wie er zum Kochen gekommen ist und was einen richtig guten Burger ausmacht.

Wann hast Du mit dem Kochen angefangen?

Zum Kochen bin ich zufällig gekommen. Ich glaube, mit 17 irgendwann habe ich eine Ausbildung angefangen im Hotel und eine Station dieser Ausbildung war auch die Küche, die eigentlich nur sehr, sehr kurz war, aber da habe ich meine Liebe zum Kochen entdeckt. Und da habe ich beschlossen, aus dieser Hotelausbildung eine Kochausbildung zu machen.

“Zum Kochen bin ich zufällig gekommen.”

Warum hast Du dieses Restaurant geöffnet?

Also erst mal die Location – die Location in Kreuzberg, dieses alte, tolle Toilettenhäuschen. Ich hatte vorher parallel dazu ja ein Restaurant, aber dann habe ich das Ding entdeckt und ich habe da so viel Potenzial drin gesehen. Ich war auch im 6. Jahr meiner Selbstständigkeit im Restaurant und war ziemlich angepisst auf die viele und umfangreiche Arbeit, und ich habe das Ding gesehen und gesagt: Da ist Potenzial!

Wie viele Restaurants besitzt Du in Deutschland und wo befinden sich diese?

Also wir sind bisher nur in Berlin vertreten. Wir sind am Zoologischen Garten, in Kreuzberg zweimal – am Schlesischen Tor und am Kottbusser Tor – und am Potsdamer Platz sowie in Prenzlauer Berg.

Was war der verrückteste Ort, an dem Du je gekocht hast?

Das ist die Toilette, definitiv.

Wie würdest Du Burgermeister jemandem beschreiben, der noch nie hier gegessen hat?

Ja, also bei Burgermeister – wenn wir anfangen über den Cheeseburger zu reden, können wir zwei Stunden sitzen, müssten noch einen Kaffee holen … Weil ich da einfach auch wirklich viel, viel Leidenschaft reinstecke. Fangen wir an beim Brot: Da muss wirklich alles stimmen, da muss die Haut oben stimmen, da muss die Porung drin stimmen, das Brötchen muss gebuttert werden, danach von beiden Seiten getoastet, was schon Kochen für sich selbst ist. Und dann kommen die ganzen anderen Zutaten.

“Wenn wir bei Burgermeister anfangen über den Cheeseburger zu reden, können wir zwei Stunden sitzen.”

Gehen wir weiter zum Fleisch: Das Fleisch, nach diesen vielen Jahren meiner Erfahrung, besteht aus drei Teilen vom Rind, und die Zusammensetzung muss haargenau stimmen. Die Größe des Wolfens muss stimmen, der Fettanteil … Wir arbeiten inzwischen auch mit einem Fettanalysiergerät. Nach der ersten Charge geht man immer zum Computer, da hat das jemand eingegeben, und wenn der Fettanteil nicht stimmt, dann wird neu gemischt.

Was macht Burgermeister Deiner Meinung nach besonders?

Das muss immer das Produkt sein, immer der Burger. Gut, wir haben auch geile Pommes dazu, aber es muss wirklich der Burger sein.

Wie würdest Du den Charakter und Stil des Burgermeisters beschreiben, wenn es um das Essen geht?

Nein, kann ich nicht. Ich bin nicht so gut in solchen Sachen. Wie schon gesagt, da gibt es eine Philosophie: Mach wirklich so viel selber, wie du kannst. Und das waren auch die Erfahrungen, die ich gemacht habe, in den Jahren, als wir noch nicht das Fleisch und die Produkte selbst gemacht haben – da haben mich eigentlich immer schlechte Partner hingeführt, also schlechte Fleischer, schlechte Bäcker …

“Ich glaube, dass Corona dem Essen nicht gut getan hat in der Pandemie.”

Du hast offensichtlich eine große Leidenschaft für Hamburger. Kannst Du uns Deine Lieblingszutaten vorstellen, mit denen Du am liebsten kochst?

Also, was ich zum Fleisch gesagt habe: Nur selbst gerührtes Fleisch ist gutes Fleisch.

Gibt es Tipps, die Du Hobbyköchen geben kannst, wenn es um Burger geht, z. B.irgendwelche geheimen Zutaten?

Da gibt es ein geiles Zitat, das ich aus einem Film habe, Kung Fu Panda: Da hat der Vater zu seinem Sohn gesagt, der die geile Nudelsuppe macht: „So, und irgendwann verrat ich dir die geheime Geheimzutat.“ Und irgendwann hat er gesagt: “Hey, es gibt keine geheime Geheimzutat – mach’s selbst!“

Es ist kein Geheimnis, dass das letzte Jahr nicht genau das Jahr geworden ist, das wir erwartet haben. Glaubst Du, dass die aktuelle Corona-Krise das Essen und die Mahlzeiten wichtiger gemacht hat?

Ich glaube, dass Corona dem Essen nicht gut getan hat in der Pandemie. Also auch unserer Kultur, glaube ich. Es ist inzwischen einfach nur noch eine Nahrungsaufnahme geworden.

Wir wissen, dass, wenn man einen Chefkoch bittet, sein Lieblingsgericht zu nennen, es ungefähr dasselbe ist, wie wenn man Eltern nach ihrem Lieblingskind fragt. Aber wenn Du Dich entscheiden müsstest: Welches Gericht von Burgermeister würdest Du als Dein Lieblingsgericht betrachten und warum?

Cheeseburger. Cheeseburger mit Bacon und that’s it!

Gibt es da eine Geschichte dahinter?

Nein, ich bin Purist. Ja, also die Geschichte dahinter ist: Als ich Burgermeister angefangen habe, gab es wirklich zwei Burger: Es gab einen Hamburger und es gab einen Cheeseburger, den konntest du mit Jalapeños oder mit Bacon haben. Aber die Umstände, und die Gäste, die auch mehr wollten, haben mich dazu gebracht, noch ein paar mit reinzubringen. Aber der klassische Burger ist für mich der Cheeseburger.

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