Cat tuong lead
October 6, 2021 (Aktualisiert October 12, 2021)

Hier bekommst Du veganes Essen mit vietnamesischen Wurzeln

Diesen Monat auf The Takeaway schauen wir Behind The Menu eines beliebten vietnamesischen Restaurants in Berlin, das ausschließlich veganes Essen serviert und jetzt auch zu Dir nach Hause liefert.

Wenn Du Lust auf authentische vietnamesische Küche hast, bist Du im Cat Tuong genau richtig. Das beliebte Restaurant verwöhnt Dich mit veganen Spezialitäten nach original vietnamesischen Rezept.

Wir haben uns mit Kien, einem der Gründer des Cat Tuong getroffen und er hat uns verraten, wieso sie ausschließlich vegane Gerichte servieren und warum das Restaurant Mehrweg-Bowls verwendet.

Cat Tuong hat sich nämlich mit REBOWL zusammengetan, damit Du Dir ab sofort Dein Lieblingsessen in Mehrwegschalen liefern lassen kannst. Erfahre hier alles, was Du über das beliebte vietnamesische Restaurant wissen musst.

Wann hast Du mit dem Kochen angefangen?

Ich habe recht früh angefangen, meiner Mama beim Kochen zuzuschauen. Wenn ich damals nach Hause gekommen bin, hat das ganze Wohnzimmer schon nach Essen gerochen. Dann schaut man halt manchmal schon über die Schulter, damit man es auch selber machen kann.

Warum habt Ihr dieses Restaurant eröffnet?

Wir waren schon immer in der Gastronomie tätig und haben uns über die Zeit weiterentwickelt. Wir haben Cat Tuong also erst eröffnet und sind dann zu veganer Küche gewechselt.

Was war der verrückteste Ort, an dem Du je gekocht hast?

Ich habe eher meiner Mama zugeschaut beim Kochen. Das war in Vietnam in einem ganz kleinen Dorf, wo sie aufgewachsen ist und nur über dem Feuer mitten auf dem Land gekocht hat. 

Welche Veränderungen hast Du im Laufe der Jahre in der Gastrobranche in Berlin gesehen?

Berlin ist sehr vielfältig. Ich glaube, eine der beliebtesten Städte, was Gastronomie angeht. Aktuell sieht man überall vegane Restaurants. Es ist ja auch cool, dass man zusammen wächst.

Wie würdest Du Cat Tuong jemandem beschreiben, der noch nie hier gegessen hat?

Klein aber fein – man fühlt sich direkt wie zu Hause.

Wie viele Restaurants habt Ihr in Deutschland?

In Deutschland haben wir so 5 bis 6, die meisten davon in Berlin. Dazu gehört zum Beispiel das „1990 Vegan Living“, wo es vietnamesische Tapasgibt. Das haben wir zusammen mit unserem Onkel aufgemacht. Außerdem besitzen wir das „Secret Garden“. Da liefern wir veganes Sushi. Das haben wir auch zusammen mit unserer Verwandtschaft eröffnet. Dadurch sieht man die Vielfalt in der veganen Küche.

Was macht Cat Tuong Deiner Meinung nach besonders?

Die familiäre Atmosphäre, alle sind sehr verbunden miteinander. Die Rezepte sind von früher und das Essen ist jeden Tag perfekt. Trotzdem verändern wir uns, und man bekommt beides in einem.

Wie würdest Du den Charakter und Stil des Cat Tuong beschreiben, wenn es um Essen geht?

Der Stil kommt aus den Wurzeln des vietnamesischen Essens.

Welche Zutat muss unbedingt in ein Gericht, das Du kochst?

Ich habe eine Schwäche für Knoblauch, weil er allem etwas Kick verleiht. 

Was sind denn für Dich typisch vietnamesische Zutaten?

Wir benutzen viele Gewürze. Kurkuma, Ingwer, Chili – alles, was Schärfe gibt.

Es ist kein Geheimnis, dass das letzte Jahr nicht genau das Jahr geworden ist, das wir erwartet haben. Glaubst Du, dass die aktuelle Corona-Krise das Essen wichtiger gemacht hat?

Essen ist sehr wichtig geworden. Man hat gesehen, dass im Supermarkt nicht immer alles verfügbar war. Und trotzdem konnten wir, im Gegensatz zu anderen Ländern, immer noch sehr leckeres Essen nach Hause geliefert bekommen. Aber ich denke, die Menschen haben Essen ein bisschen mehr zu schätzen gelernt.

Wir wissen, dass es schwer ist, Leute nach ihrem Lieblingsessen zu fragen. Aber wenn Du Dich entscheiden müsstest: Welches Gericht von Cat Tuong würdest Du als Dein Lieblingsgericht bezeichnen und warum?

Ich bleib dann meist bei den Basics, also einfach gebratene Nudeln mit frischem Gemüse, oder gebratener Reis, das habe ich schon als Kind immer gegessen.

Was ist Deiner Meinung nach der Hauptgrund dafür, dass Ihr nur veganes Essen anbietet hier im Cat Tuong?

Der Hauptgrund war natürlich unsere Mama. Die hat nach einigen Jahren gesagt, dass sie kein Fleisch mehr verkaufen möchte. Also haben wir das mit ihr zusammen gemacht und sind komplett auf Vegan umgestiegen. 

War es schwer für Dich auf vegane Küche umzusteigen?

Dadurch, dass ich immer im Restaurant bin, wo es veganes Essen gibt, das gut schmeckt, ist es kein großer Verzicht. 

Was ist die Geschichte hinter Cat Tuong?

Meine Mutter hatte sich schon lang vegan ernährt. Dann haben wir uns daran angepasst und natürlich fühlst Du Dich fitter und gesünder. Und jetzt, nachdem einige Jahre vergangen sind und die vegane Community größer wird, ist es toll, dass so etwas Cooles von den Eltern aufgebaut wurde und ich das über Generationen weiterführe. Und ich kann damit etwas Gutes für die Umwelt und unsere Gesellschaft tun.

Ihr versucht ja, alles plastikfrei zu machen. Was ist Euer Anreiz dafür?

In der veganen Küche geht alles in Richtung Umwelt. Mit dem Plastik können wird noch einen Schritt weiter gehen. 

Was sind die Vorteile von Mehrweg-Bowls?

Man hat in der Corona-Krise gesehen, wie viel Verpackungsmüll es gab. Die ganzen Masken landen am Ende alle auf der Straße. Und wenn wir auf Mehrweg-Bowls umsteigen, dann verschwenden wir nicht mehr so viel Müll.

Du hast vorhin über Eure Anfänge in Vietnam gesprochen. Hat Deine Liebe zum Essen da schon begonnen?

Ja, richtig. Die Liebe war halt schon immer da und auch die Sehnsucht nach Vietnam. Hier hatten wir ja nicht alles und mussten unser Essen selbst auf den Tisch bringen. Dann war ein Restaurant eben einfach passend.

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