Lead Ø27 not your ordinary kebab 20
April 28, 2021 (Aktualisiert April 30, 2021)

Dieses Berliner Restaurant hat das Konzept von Döner komplett redefiniert

Diesen Monat auf The Takeaway, schauen wir Behind The Menu Deines Lieblings-Döner-Restaurants, das auch zu Dir nach Hause liefert.

Food, Drinks und Vibes — das ist das Motto von Ø27. Dieses trendige Restaurant redefiniert das Konzept von Döner, der kulinarischen Institution Berlins, die jahrelang gleich (und etwas einfallslos) geblieben ist. Das verändert sich aber jetzt. 

Mit seinen kreativen Geschmackskombinationen und stilvollem Interieur ist Ø27 wahrscheinlich nicht womit Du rechnest, wenn Du Dir ein Döner-Restaurant vorstellst. Einer der zwei Gründer, Babak Tajbakhsh, erzählt uns von diesem auffälligen Projekt, und vor allem von seiner lebenslangen Liebe zum Döner, die seine Hauptinspirationsquelle war.

Warum hast Du dieses Restaurant geöffnet?

Selber ein Döner-Restaurant zu eröffnen kam eigentlich aus der Liebe zum Döner. Wir essen den Döner selber sehr gerne, der Döner kommt so wie wir ihn kennen ursprünglich aus Berlin und wir als Berliner Kinder essen unser Leben lang schon Döner – aber einen gesunden, vitalen, frischen Döner gab es bis jetzt nicht. Und das war unser Ansatz, weswegen wir das Restaurant eröffnet haben. 

Welche Veränderungen hast Du im Laufe der Jahre in der Branche und in der Stadt beobachtet?

Alle unsere Unternehmungen haben mit Kreativität zu tun. Wir versuchen, neue Konzepte zu entwickeln, am Zeitgeist zu bleiben, Ideen umzusetzen, die vielleicht andere nicht umsetzen, weil sie kompliziert und anstrengend sind, weil sie vielleicht schwierig sind oder es nicht der normale Weg ist. Und das ist immer unser Ansatz, genau da reinzupreschen. Weil es andere nicht machen, machen wir es erst recht.

“Wir essen unser Leben lang schon Döner – aber einen gesunden, frischen Döner gab es bis jetzt nicht.”

Wir haben auch bemerkt, dass das aktuelle Bewusstsein der Berliner (oder der Menschen allgemein) eher dahin geht, sich gesund und vital zu ernähren und auf die Lebensmittel und deren Herkunft zu achten. Die Gäste schätzen den Aufwand, den wir betreiben,  und sind generell eher bereit, mehr Geld auszugeben für gutes, gesundes Essen.

Wie würdest Du Ø27  jemandem beschreiben, der noch nie hier gegessen hat?

Wenn man “Döner-Restaurant” hört, dann verbindet man den klassischen Döner mit einem klassischen Imbiss. Die Leute sind sehr positiv überrascht, wenn sie in unser Restaurant kommen, weil unser Restaurant nicht aussieht wie ein klassischer Döner-Imbiss. Angefangen mit dem Marmortresen, bis hin zu der Design- und Lichtsprache und der Musik, die hier läuft, den Mitarbeitern, der guten Laune, und auch wie wir unser Essen präsentieren. Dazu kommen natürlich hochwertige Zutaten aus der Region, wie unser Fleisch oder zum Beispiel auch unsere Soßen, die nicht aus Mayonnaise bestehen, sondern die wir mit Joghurt,Quark und frisch gemahlenen Kräutern selbst anrühren.

“Alle unsere Unternehmungen haben mit Kreativität zu tun.”

Besonders macht uns jedoch vor allem unser Gesamtkonzept: Vitales, frisches Essen, neue Geschmacksrichtungen, schönes Design, coole Musik, gute Drinks – Food, Drinks und Vibes, das ist unser Motto. Kommt zu uns und bildet Euch selbst eine Meinung.

Wie würdest Du den Charakter und Stil des Ø27 beschreiben, wenn es um das Essen geht?

Unser Stil ist, im Grunde genommen, klassisch. Mit unserem Pita- und Dürüm-Döner können wir den Döner klassisch präsentieren, allerdings leicht aufgepeppt immer mit frischen Kräutern. Die Salate mischen wir vorher an, so haben wir auch im Döner eine gewisse Designsprache. Wir schichten den Döner nicht, sondern verbinden die Zutaten miteinander, damit man in jedem Biss alles schmeckt (und nicht oben den Salat hat und unten das Fleisch).

In der  Kreation unserer Bowls ist uns wiederum sehr wichtig, dass die Bowl immer gleich geschichtet ist und immer perfekt rausgeht. Wir kontrollieren jede einzelne Bowl, die wir an den Gast rausschicken, auf gleichbleibende Qualität.

Du hast offensichtlich eine große Leidenschaft für die Dönerküche. Kannst Du uns Deine Lieblingszutaten vorstellen, mit denen Du am liebsten kochst?

Es ist sehr schwierig, eine Lieblingszutat zu benennen, weil ich hinter jeder Zutat stehe, die wir anbieten. Aber als etwas Besonderes sehe ich unsere eingelegten Varianten: den eingelegten Rotkohl in Johannisbeermarmelade, die gepickelten Zwiebeln, den gepickelten Rettich, den eingelegten Fenchel oder den eingelegten Blumenkohl. All das sind Zutaten, die es so im klassischen Döner nicht gibt, und die ein Teil unserer neuen Vision der Dönerküche sind.

Es ist kein Geheimnis, dass das letzte Jahr nicht genau das Jahr geworden ist, das wir erwartet haben. Glaubst Du, dass die aktuelle Corona-Krise das Essen und die Mahlzeiten wichtiger gemacht hat?

Wir glauben, dass die Leute aufgrund der aktuellen Situation und der Tatsache, dass sie viel zu Hause sind und nicht so viel rausgehen können, im Allgemeinen viel bewusster geworden sind. Und zum allgemeinen Leben gehört natürlich auch das Essen, wo wir dann ins Spiel kommen – mit einem Lieferservice, der frisches, gesundes Essen nach Hause liefert.

Wir wissen, dass, wenn man einen Chefkoch bittet, sein Lieblingsgericht zu nennen, es ungefähr dasselbe ist, wie wenn man Eltern nach ihrem Lieblingskind fragt. Aber wenn Du Dich entscheiden müsstest: Welches Gericht von Ø27 würdest Du als Dein Lieblingsgericht betrachten und warum?

Ich habe kein spezielles Lieblingsgericht, aber ich kann sagen, dass besonders die vegetarischen Varianten mir sehr gut gefallen, weil wir es geschafft haben, auch hier etwas sättigendes, leckeres, geschmackvolles zu kreieren, wie zum Beispiel unsere Fried Beet Potatoes, die ich besonders gern mag, die frittierte Polenta oder unseren gerösteten Blumenkohl.

“Ich habe kein Lieblingsgericht, aber ich kann sagen, dass besonders die vegetarischen Varianten mir sehr gut gefallen.”

Wir haben zum Beispiel Stammgäste, die nur wegen der frittierten Polenta kommen, oder sie sich nach Hause bestellen. Einer unserer bekanntesten Stammgäste genau für dieses Gericht ist Marius Müller-Westernhagen, der sich das Gericht als Dürüm-Variante einmal bis zweimal die Woche nach Hause bestellt oder selbst vorbei kommt. Natürlich freut es uns, dass diese Kreationen auch bei den Gästen gut ankommen und von ihnen geschätzt werden.

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