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February 25, 2022

Dieses Burger‑Restaurant interpretiert authentisches Fast Food vegan

Diesen Monat auf The Takeaway schauen wir Behind The Menu deines Lieblingsrestaurants für veganes Fast Food, das auch zu dir nach Hause liefert

Topias Rohde hat eine riesige Leidenschaft’ für Essen, insbesondere für ehrliches, unverschämt leckeres veganes Fast Food.

Wir haben mit dem Mitgründer und Teilhaber des Restaurants Vincent Vegan gesprochen, das in mehreren Standorten in Deutschland rein pflanzliches Fast Food für jedermann und jedefrau serviert. Dabei wollten wir wissen, was Vincent Vegan so authentisch macht, welche Rolle der Veganismus heute spielt und wie sich die Branche aktuell entwickelt.

Wann hast du mit dem Kochen angefangen?

Ich habe keine klassische Ausbildung zum Koch oder so, aber vor ungefähr 12 bis 13 Jahren fing ich an, eine Riesenleidenschaft für Essen zu entwickeln. Auch über das Burger machen oder Pommes frittieren hinaus. Daraus sind dann die Dinge entstanden, wie sie entstanden sind.

Wir wollten den Menschen veganes Fast Food einfach nahebringen.

Warum hast du dieses Restaurant eröffnet?

Vincent Vegan wurde 2014 gegründet. Erstmal mit einem Food Truck, aber immer schon mit der Vision, mehr draus zu machen, im Sinne von Restaurants eröffnen. Wir wollten den Menschen veganes Fast Food einfach nahebringen.

Was war der verrückteste Ort, an dem du je gekocht hast?

Das kann ich jetzt gar nicht genau sagen, weil wir mit den Food Trucks oder den Caterings in den letzten siebeneinhalb Jahren an vielen Orten waren. Allerdings kann ich mich an ein sehr nobles Catering erinnern. Da wurden wir nach Berlin gebucht, in eine sehr wohlhabende Villa, und dort haben wir für 20 Menschen Essen zubereitet. Gleichzeitig habe ich aber auch schon im 12. Stockwerk auf einer Dachterrasse Burger gebrutzelt für ein Catering. Das sind die zwei Dinge, die mir als Erstes einfallen.

Welche Veränderungen hast du im Laufe der Jahre in der Branche oder in der Stadt gesehen?

Oh, wo fange ich an? Die wesentlichsten Veränderungen sind sicherlich, dass wir wahrnehmen, dass das vegane Essen, so wie wir es machen, immer mehr Anklang findet, immer mehr angenommen wird. Wir sehen auch in der Branche generell, dass es immer mehr vegane Angebote gibt, in allen internationalen Küchen. Egal, ob das asiatisch ist oder die Levante-Küche aus dem arabischen oder Nahost-Bereich. Man merkt einfach, dass das Vegane immer mehr in den Mittelpunkt rückt.

Wie würdest du Vincent Vegan jemandem beschreiben, der noch nie dort gegessen hat?

Vincent Vegan ist ehrliches, authentisches, lecker schmeckendes Fast Food. Es ist jetzt nicht unbedingt das gesündeste Essen, das man jeden Tag essen soll oder muss, aber wir sind herzhaft, lecker … Soulfood eben, klassisches Soulfood, aber fleischfrei, komplett tierleidfrei.

Wie viele Restaurants gibt es und wo sind sie?

Aktuell haben wir fünf Restaurants. Davon sind drei in Hamburg und zwei in Berlin. Wir planen aber schon für Anfang 2022 ein weiteres Restaurant in Berlin. Und dann kommen 2022 noch andere spannende Standorte in Deutschland dazu.

Vincent Vegan ist klassisches Soulfood, aber fleischfrei, komplett ohne Tierleid.

Was macht Vincent Vegan deiner Meinung nach besonders?

Das ist relativ einfach. Das Besondere an uns ist, dass wir eben rein vegan sind, wie der Name schon sagt, dass wir nach eigenen Rezepten kochen und dass wir unsere ganzen Zutaten in aufwändiger Recherche mit Produzenten gefunden oder weiterentwickelt haben. Wir haben Vieles mittlerweile so perfektioniert, dass man nur noch wenig dran drehen oder verbessern könnte. Gleichzeitig bleiben wir natürlich immer offen für neue Ideen, für neue Trends, neue gute Sachen aus dem Ausland. Wir haben eine starke Basis bei Vincent Vegan und können immer zusätzliche Neuerungen mit einfließen lassen.

Kannst du bitte den Charakter und Stil des Essens von Vincent Vegan beschreiben?

Unseren Stil und Charakter zu beschreiben, ist easy: Wir sind amerikanisch inspiriertes Fast Food, das einfach, ehrlich, lecker und kräftig sein soll. Wir machen kein Chichi, gleichzeitig achten wir aber sehr wohl auf Details: Burger, Pommes, wie sie zubereitet und angerichtet werden. Das sind alles Dinge, auf die wir Wert legen. Wir haben auch einen systemgastronomischen Charakter mit drin, aber nur im positiven Sinne, was bedeutet: Egal, zu welchem Vincent Vegan in Deutschland du gehst, du wirst immer das gleiche Essen auf die gleiche Art und Weise zubereitet und serviert bekommen.

Du hast offensichtlich eine große Leidenschaft für diese Gerichte. Kannst du uns bitte deine Lieblingszutaten vorstellen?

Also, Lieblingszutaten zu nennen, ist bei unserem Essen jetzt gar nicht so schwer: Ganz klar unser No-Meat-torious Patty, unsere Chipotle-Sauce und unser Potato Brioche Bun.

Und unabhängig von Vincent Vegan, wenn’s um Küche geht, hast du eine geheime Zutat, die du teilen möchtest?

Alle dunklen Saucen brauchen viel Rotwein. Alle hellen, schweren Sahnesaucen brauchen viel Weißwein. Nee, es gibt keine geheimen Kniffe, aber in meinem Gewürzregal zu Hause stehen sicherlich 60 oder 70 verschiedene Gewürze. Ich habe verschiedene scharfe Saucen aus aller Welt. Ich habe verschiedene getrocknete Kräuter, die mir wichtig sind. Ich habe frische Kräuter auf dem Balkon. Es muss einfach vielfältig und kreativ zugehen, auch zu Hause.

Denkst du, dass die aktuelle Corona-Krise das Essen wichtiger gemacht hat, und wenn ja, wie?

Es ist relativ schwer, jetzt, nach zwei Jahren, zu beurteilen, was die Corona-Krise uns angetan hat. Ich glaube unterm Strich hat sie der Branche, also der Gastronomie, geschadet. Ich glaube, dass wir auch deshalb nachhaltigen Schaden davontragen, weil viele Menschen gemerkt haben, dass sie sich zu Hause in ihrem „Safe Space“, aus dem Homeoffice oder in der Quarantäne, vieles auch einfach bestellen können. Und ich befürchte manchmal, dass die Menschen nicht mehr diese Experiences haben werden, oder nicht so schnell wieder. Dieses ins Restaurant gehen, mit Freunden treffen, in lebhaften Umgebungen sein, ein oder zwei oder drei Wein oder Bier trinken und dazu eben die Burger essen, beispielsweise. Ich glaube, es wird erstmal dauern, bis wir diese Krise überstanden haben. Aber ich bleibe optimistisch.

Man merkt einfach, dass das Vegane immer mehr in den Mittelpunkt rückt.

Du meintest ja schon, das No-Meat-orious Patty magst du sehr gerne, aber es ist ja nur eine Zutat. Was ist dein Lieblingsgereicht bei Vincent Vegan?

Mein Lieblingsgericht bei Vincent Vegan ist ganz bestimmt entweder der VegSec, das ist ein Secret Burger. Den gibt’s gar nicht auf der Speisekarte im Restaurant, man muss wissen, dass er existiert. Oder eben einfach ein Hamburger und dazu auf jeden Fall Crinkle Cut Fries und eine von unseren guten Saucen. Gerne mit einem Organic Vince Ale runtergespült, unserem eigenen Biobier in Kooperation mit der Ratsherrn Brauerei Hamburg.

Welcher Dip?

Chipotle oder Garlicky Kurkuma. Garlicky Kurkuma ist eigentlich mein Favorit, forever and ever.

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