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February 22, 2022 (Aktualisiert February 23, 2022)

Warum deine lokalen Fast‑Food‑Favoriten jetzt Pflanzliches auf die Karte setzen

Warum deine lokalen Fast-Food-Favoriten jetzt Pflanzliches auf die Karte setzen

Vergiss typische Fast-Food-Menüs – die Zukunft wird zunehmend fleischlos.

Noch nie wurde so viel veganes Essen bestellt wie heute. Und angesichts des raketenhaften Aufstiegs dieses globalen Food Trends war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die großen Namen unter den Wohlfühl-Restaurants Wind davon bekommen. Während für kleinere Fast-Food-Spots vegane Optionen längst dazugehören, haben jetzt auch bekannte Fast-Food-Riesen wie McDonald’s und Burger King ihre Speisekarten dem sich wandelnden Marktgeschmack angepasst.

Bereit für neue pflanzliche Menüs, die es locker mit den Burgern & Co. aufnehmen können, für die große Fast-Food-Ketten bislang bekannt waren? Wir haben uns angeschaut, wie sich die Branche verändert und welche Klassiker auch in Pflanzenform überzeugen.

Flexitarismus auf dem Vormarsch

Einer der Hauptgründe, warum große Ketten ihre Karten überarbeiten, sind die sich wandelnden Ernährungsgewohnheiten der Gäste: Viele steigen nicht komplett auf vegan um, werden aber Flexitarier:innen. Als einer der angesagtesten Ernährungstrends des letzten Jahres ist Flexitarismus der bewusste Versuch, mehr pflanzliche Produkte in die Ernährung einzubauen, aber nicht komplett fleischlos zu leben. Für viele ist dies ein erster, aber wichtiger Schritt, ihren Fleischkonsum zu reduzieren, ohne ganz darauf zu verzichten.

Einer der Hauptgründe, warum große Ketten ihre Karten überarbeiten, sind die sich wandelnden Ernährungsgewohnheiten der Gäste.

In der Vergangenheit haben Fast-Food-Riesen ihr Angebot vor allem auf Fleisch ausgerichtet – und Nicht-Fleischesser:innen blieb oft nur die Wahl zwischen Salat oder Pommes. Doch heute, da sich die Essgewohnheiten der Menschen drastisch ändern, erkennen die Ketten das enorme Potenzial, das qualitativ hochwertiges veganes Essen eröffnet − und sie sind heiß darauf, die Nachfrage zu stillen.

Immer mehr Druck zu nachhaltiger Beschaffung

Wo weniger Fleisch konsumiert wird, steigt auch die Erwartung, dass die servierten Lebensmittel von verantwortungsvollen Erzeugern stammen und entsprechend zubereitet werden. Vielen Fast-Food-Ketten eilt der schlechte Ruf voraus, minderwertige Zutaten oder qualitativ fragwürdiges Fleisch zu verarbeiten. „Für viele Verbraucher:innen sind es genau solche Themen, die sie dazu bewegen, vegan zu leben“, erklärt Jasper Demollin von der niederländischen Fernsehsendung FOMO Show − ein leidenschaftlicher Veganer, der vor Kurzem sein eigenes veganes Pop-up-Restaurant eröffnet hat.

„Für mich geht es [bei der veganen Ernährung] um das Tierwohl. Fleisch essen ist so abstrakt geworden. Du kaufst im Supermarkt eine Packung Hühnergeschnetzeltes, aber du bist dir überhaupt nicht bewusst, wie viel Leid dahinter steckt. Als ich anfing, mich über die Missstände in der Massentierhaltung zu informieren, wollte ich das nicht länger unterstützen.“

Die Umstellung auf pflanzliche Produkte bietet sich auch an, um Verbraucher:innen zu informieren und über die Lieferketten aufzuklären.

Für große Restaurantgruppen bietet sich die Umstellung auf pflanzliche Produkte auch an, um Verbraucher:innen zu informieren und über die Lieferketten aufzuklären. So versprechen globale Marken wie Chipotle, transparenter zu werden, indem sie sich z. B. zu Nachhaltigkeitszielen verpflichten und versprechen, für ihre Menüs nur 53 Zutaten zu verwenden, die für alle Verbraucher:innen leicht erkennbar sind.

Dieses klassische Fast Food überzeugt auch in Pflanzenform:

Erstklassige Burger auf pflanzlicher Basis

Spätestens seit dem Siegeszug von fleischfreiem Fleisch landen Burger auch bei Vegetarier:innen immer häufiger auf dem Teller. Vielen fällt es leichter, auf pflanzliche Produkte umzusteigen, wenn ihr Lieblingsgericht auch ohne Fleisch so schmeckt wie mit.

Große Namen wie McDonald’s und Burger King haben nach und nach ihre eigenen pflanzlichen Burger auf den Markt gebracht – den McPlanty bzw. den Plant Whopper. Wenn du zur Abwechslung mal ein lokales Restaurant probieren willst, dann empfehlen wir dir das Peter Pane. Die pflanzlichen Burger bieten dir das volle, saftige Umami-Erlebnis, nur ohne Fleisch. Und der „Holde Maid Burger“ mit Süßkartoffel-Amaranth-Bratling, Bernsteinkäse und Guacamole ist ein exzellenter Beweis dafür, dass Wohlfühl-Essen selbst höchste Erwartungen an Fast Food oder veganes Essen noch übertreffen kann.

Veganes Sushi

Was genau ist veganes Sushi eigentlich? Vegetarier:innen werden erfreut sein, dass einer der beliebtesten kulinarischen Exporte Japans einen Weg gefunden hat, Fisch durch Gemüse zu ersetzen, z. B. in den köstlichen Maki Rolls. Stell dir Avocado, Gurkenkaviar und Wasabi-Mayo vor, eingebettet in herrlich klebrigen Sushi-Reis. Lecker! Es gibt auch fischlosen Fisch (tatsächlich!) aus Sojabohnen, der kunstvoll in Lachsform drapiert wird (für alle, die den Fischgeschmack lieben, aber lieber fischfrei leben wollen). Bei Sushi Circle kannst du eine riesige Auswahl an vegetarischen und veganen Optionen bestellen.

Stell dir Avocado, Gurkenkaviar und Wasabi-Mayo vor, eingebettet in herrlich klebrigen Sushi-Reis.

Veganes Hühnchenfleisch

Es sieht so aus, als würde koreanisches Hühnchen − der angesagteste Geflügel-Food-Trend der letzten Jahre – demnächst vom Thron gestoßen, denn veganes Hühnchen ist auf dem Vormarsch. Vom Brathähnchen bis zum Hähnchenfilet lässt sich dieses fleischlose Produkt auf Sojabasis sehr vielseitig zubereiten. KFC gehört zu den großen Namen, die auf den pflanzlichen „Hähnchen“-Zug aufgesprungen sind, und bietet jetzt knusprige pflanzliche Nuggets an. Bei Domino’s findest du ebenfalls viele köstliche Hähnchengerichte ohne Hähnchen, z. B. die Pizza Vegan Curry.

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