Joloof rice
January 12, 2021 (Aktualisiert April 29, 2021)

Ein Guide für alle Neulinge der westafrikanischen Küche

Für viele von uns ist Essen nicht nur Mittel zum Zweck, um uns zu ernähren, sondern ein spannendes kulinarisches Abenteuer. Genau deswegen möchten wir dir den heißesten Food-Trend 2021 vorstellen: die westafrikanische Küche.

Wenn Du noch nicht weißt, was westafrikanisches Essen alles zu bieten hat, dann mach Dich bereit für jede Menge Aromen, die Deine Geschmacksnerven auf neue Art und Weise beanspruchen werden. Von regionalem Fleisch, über Getreide, bis hin zu Früchten und Gemüse liefert jedes westafrikanische Land seine ganz eigene kulinarische Kultur. Und dies schmeckt nicht nur wunderbar, sondern ist auch reich an Proteinen und pflanzlichen Lebensmitteln. Die Gerichte sind also lecker und gut für Dich und Deine Gesundheit.

Aber nicht nur in Westafrika sind Puff-Puffs überaus beliebt. Auch in anderen Ländern wie dem Sudan, Uganda oder Kenia kennt man Variationen der süßen Sünde.

Lass uns also mit der Reise in die westafrikanische Küche beginnen. Wir präsentieren dir ein paar ausgewählte Mahlzeiten, die dir eine ganz neue Welt an Geschmäckern offenbaren. 

1. Puff-Puffs

Puff-Puffs sind ein Streetfood-Snack, der in ganz Westafrika beliebt ist. Die kleinen Teile sind süß, frittiert und werden aus Mehl, Zucker, Butter, Salz, Wasser und Eiern hergestellt. Nachdem sie frittiert werden, werden die Puff-Puffs entweder in Zucker, in Vanille, in Zimt oder in etwas anderem Süßen gerollt. Das macht die Puff-Puffs zu einem ganz besonders süßen Leckerbissen. 

Aber nicht nur in Westafrika sind Puff-Puffs überaus beliebt. Auch in anderen Ländern wie dem Sudan, Uganda oder Kenia bestellt man Variationen der süßen Sünde. Dabei hat jedes dieser Länder seinen ganz persönlichen Namen für den köstlichen Snack – sei es ligemat, mandazi oder bofloto – sie alle bezeichnen eine Abwandlung der unglaublich leckeren Puff-Puffs.

puff puff

2. Fufu

Fufu ist ein köstliches Gericht auf Basis von Maniok und ist nicht nur in Westafrika heiß begehrt, sondern auf der ganzen Welt beliebt. Und das gewiss nicht nur, weil es Spaß macht, Fufu auszusprechen. Fufu stammt aus Ghana und wurde von anderen Ländern wie Nigeria, Kamerun und Liberia adaptiert und hat sogar schon in der Karibik Herzen und Mägen erobert. 

Aber was ist Fufu eigentlich? Wir klären auf. Die teigartige Textur von Fufu entsteht, indem Maniok, Bananenmehl und Wasser miteinander vermengt werden. Diese Zutaten werden oft auch gegen andere ausgetauscht, wie zum Beispiel gegen die Yamswurzeln, gegen unterschiedliche Früchte oder diverse Körner. Das hängt immer ganz von der Variation des Gerichts ab. Vom authentischen ghanaischen Fufu über das kongolesische Ugali bis hin zum kubanischen Fufu con masitas ist dies ein unglaublich vielfältiges Gericht, das in vielen Variationen besteht.

Jollofreis findet man im Speiseplan von ganz Westafrika. Und jedes Land liebt ihn heiß! So sehr, dass ihn jede Nation für sich beanspruchen möchte.

Der Teig der Fufus wird zu kleinen Kugeln geformt, die meist zu einer Suppe oder einem Eintopf serviert werden. In Nigeria wird Fufu oft zu pikanten Eintöpfen wie Okra- oder Tomatensuppe gegessen, während es in Gambia und Senegal mit Eintöpfen auf Erdnussbasis kombiniert wird. Auch in Ghana wird Fufu gewöhnlich mit Erdnusssuppe bestellt.

fufu

3. Jollofreis

Jollofreis findet man im Speiseplan von ganz Westafrika. Und jedes Land liebt ihn heiß! So sehr, dass ihn jede Nation für sich beanspruchen möchte.

Obwohl niemand genau weiß, woher das Gericht ursprünglich stammt, ist der Jollofreis durch seine große Beliebtheit zu einem wertvollen Kulturgut geworden. Der Hype rund um den Jollofreis ist kein Wunder, denn er ist reich an unglaublich vielen Aromen und Geschmäckern. Unterschiedliche Zutaten werden in einem einzigen Topf gekocht, so dass der Reis die vielfältigen, aber sich ergänzenden Geschmacksrichtungen aufsaugen kann. 

Senegal, Nigeria und Ghana haben zu diesem westafrikanischen Gericht einen ganz eigenen Zugang und sie nehmen ihre Rivalität zu den anderen Ländern ziemlich ernst. Glaubst Du nicht? Dann informiere Dich doch mal über die nigerianischen und ghanaischen Studenten, die von ihrem College in London suspendiert wurden, weil sie sich über die Herkunft des Jollofreises gestritten hatten. Wer hätte gedacht, dass ein Reisgericht so viel Chaos verursachen kann?

Neben Reis sind die Hauptzutaten dieses Gerichts Tomaten, die der Speise seine charakteristische rote Farbe verleihen, sowie Zwiebeln, Paprika und eine Mischung aus Kräutern und Gewürzen. Der Jollofreis wird dann traditionell zusammen mit Fleisch oder Fisch serviert. Jetzt wo Du die gesamte Geschichte des Jollofreises kennst, ist es wahrscheinliche keine Überraschung mehr zu erfahren, dass es sogar einen internationalen Tag des Jollofreises gibt. Dieser fällt seit 2015 auf den 22. August. Bei uns steht er schon im Kalender, der perfekte Zeitpunkt um dieses leckere Gericht zu bestellen.

Eines der berühmtesten Gerichte des Landes ist Cachupa

Jollofreis

4. Die Aromen von Kap Verde

Weiter geht es mit dem Inselstaat Kap Verde. Dieser besteht aus insgesamt 10 Inseln, von denen jede ihren eigenen, einzigartigen Zugang zur westafrikanischen Küche hat. Das macht die Möglichkeiten an köstlichen Speisen innerhalb der westafrikanischen Küche fast unendlich. Eines der berühmtesten Gerichte des Landes ist Cachupa, ein Eintopf aus besonders langsam gekochtem Gemüse. Dazu gehören die Yamswurzel, Mais, Bohnen und Süßkartoffeln. Serviert wird das Ganze schlussendlich mit regionalem Fleisch oder Fisch.

Da Kap Verde ein Inselstaat ist, ist es nicht verwunderlich, dass Fisch die Hauptzutat für viele kapverdische Speisen ist. Eine davon ist das Gericht Caldo de Peixe, ein Fischeintopf mit viel Gemüse, das Du auf jeden Fall in Dein Repertoire für westafrikanische Mahlzeiten aufnehmen solltest. Die westafrikanische Küche eignet sich aber auch hervorragend für Vegetarier, da sie sowohl Mais als auch Bohnen als Grundnahrungsmittel verwendet. Dadurch entstehen ein paar schmackhafte Gerichte, wie zum Beispiel Cuscuz, ein auf Mais basierendes Frühstück (nicht zu verwechseln mit dem marokkanischen Couscous).

Cachupa

5. Egusi-Suppe

Abgerundet wird unsere Liste mit Egusi-Suppe, einem echten westafrikanischen Klassiker. Als wild wachsendes Mitglied der Kürbisfamilie hat die Egusi eine sehr trockene Schale und ein bitteres inneres Fruchtfleisch. Vom Aussehen her ähnelt sie einer Wassermelone, geschmacklich erinnert sie aber eher an Kürbiskerne, mit einem intensiveren Geschmack und Duft. 

Dank ihrer nahrhaften Eigenschaften sind Egusi ein Grundnahrungsmittel in der westafrikanischen Küche und werden oft als Bindemittel in traditionellen Suppen und Eintöpfen verwendet. Ursprünglich stammt die Egusi-Suppe aus Nigeria und wird normalerweise mit zerstoßener Süßkartoffel oder Fufu gegessen. Oft findet man die Suppe am Familientisch oder auf den Speisekarten der Restaurants in Ländern wie Ghana, Sierra Leone und Kamerun, wobei sich die Zubereitung von Land zu Land und manchmal sogar von Dorf zu Dorf unterscheidet. Das typische nigerianische Rezept wird mit Blattgemüse und Fleisch oder Fisch serviert, aber es sind die gemahlenen Egusi-Samen, die dieser Suppe ihre einzigartige Farbe und ihren Geschmack verleihen. 

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Restaurants, die eine Auswahl an köstlichen internationalen Gerichten anbieten, darunter auch westafrikanische. Bestell Dir die Aromen von Westafrika zu Dir nach Hause in Hamburg bei Papaye Restaurant und in Düsseldorf bei Treasure African Restaurant.

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