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Kartoffelpuffer

Kartoffelpuffer
Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Kartoffelpuffer

Kartoffelpuffer sind in der deutschen Küche ein Gericht, für das es mindestens so viele Rezeptideen wie Namen gibt. Die auch als Reibekuchen, Reiberdatschi, Dotsch, Baggers, Kartoffelpfannkuchen oder Reibeplätzchen bekannten Kartoffelpuffer sind vergleichsweise leicht zubereitet und werden mal deftig herzhaft, mal mit süßer Beilage serviert.

Der Kartoffelpuffer – Ein süßer und herzhafter Kartoffelklassiker

Kartoffelpuffer sind nicht nur in der deutschen Küche beliebt, sondern gehören auch in Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Österreich, Tschechien oder Polen auf den Speiseplan. Hauptzutat für die Kartoffelpuffer sind geschälte, rohe Kartoffeln, die gemeinsam mit Ei und Mehl zu einer Teigmasse verdichtet und anschließend leicht gesalzen werden. Die Teigfladen brutzeln dann in heißem Fett so lange in der Pfanne bis sich ihre typisch goldene Kruste gebildet hat.

Varianten der Kartoffelpuffer neigen dazu, die an sich eher neutrale Speise kulinarisch festzulegen und etwa durch das Beimengen von Lachs, Knoblauch und Speck oder Quark, Haferflocken und Zwiebeln herzhafte oder süße Puffer zu ergeben. Nicht nur in der deutschen Küche sind die Reibekuchen beliebt, auch in Nachbarländern wie Ungarn stehen sie als Deruny auf dem Speiseplan. Der besondere Clou an den Deruny ist allerdings die Fleisch- oder Gemüsefüllung – sicherlich auch für manchen Koch hierzulande eine kulinarische Alternative.

Was passt zu Kartoffelpuffern? Leckere Varianten

So ähnlich die Zubereitung ist, so weit liegen die Beilagen regional auseinander. Servieren die Bayern Kartoffelpuffer etwa mit Sauerkraut, die Thüringer mit Lauchgemüse und Fleisch oder die Hessen mit grünen Bohnen, so genießt man die Puffer im Rheinland etwa eher süß. Dort kommen die Puffer wie das Burgerfleisch ins Schwarzbrot, gebuttert mir Marmelade oder Rübensirup.

Für eine vegane Version lässt sich das klassische Rezept kinderleicht abwandeln. Durch das Beimischen von Möhre und Kartoffelstärke anstelle des Eis entsteht eine schmackhafte Alternative für Veganer. Denn natürlich sind Reibekuchen nicht nur ein beliebter vegetarischer Snack, sondern können auch vegan zubereitet werden. Als Hauptspeise werden die süßen Reibekuchen meist gezuckert oder mit Apfelmus gereicht.

Welche Kartoffeln eignen sich für Kartoffelpuffer?

Für die charakteristische Textur von Kartoffelpuffern ist es wichtig, dass die Struktur der geriebenen Kartoffel erhalten bleibt. Deshalb eignen sich für die Zubereitung festkochende Kartoffeln am besten. Damit sich die Kartoffeln nach dem Reiben nicht verfärben, solltest du zeitnah die geriebenen Zwiebeln hinzufügen.

Kartoffelpuffer oder Reibekuchen – Ein Gericht mit vielen Namen

Kaum ein anderes Gericht der Deutschen Küche besitzt so viele verschiedene Namen, wie der Kartoffelpuffer. Die Varianten tauchen dabei nicht nur im deutschsprachigen Ausland auf, fast jede Region in Deutschland hat ihre eigene charmante Bezeichnung für die knusprige Kartoffelspeise.

Welche Namen für Kartoffelpuffer gibt es noch?

Kartoffelpuffer und Reibekuchen sind zwar mit Abstand die gebräuchlichsten Bezeichnungen und werden in fast ganz Deutschland verstanden. Je nachdem in welcher Region man sich befindet, kommt man mit den folgenden mundartlichen Bezeichnungen allerdings eher weiter:

  • Nord- und Westdeutschland, auch in Pommern und Schlesien: Kartoffelpuffer oder Reibekuchen
  • Baden-Württemberg: Kardofflkiachla, Herdöpfelpuffer
  • Bayern: Reiberdatschi, Täschli, Backes, griena Baggerla
  • Franken: Baggers, Krumbirnpöngeli, Ballnklöß, Franzkung, Dädsch, Dotsch, Fransergniedler (fransige Knödel)
  • Hessen: Erbelkrebbel, Kartoffelplätzcher, Panneläppcher, Rievesplätzjer
  • Nordrhein-Westfalen: Reibeplätzkes, Pillekooken, Riewekauken, Riewekööchelcher, Rieweplätzcher
  • Ostpreußen: Flinsen
  • Rheinland-Pfalz: Rievkooche, Schnibbelskuchen, Krebbelche, Gribbelscher, Kribbelscher, Krumpreschnittja, Reivekooche, Grumberschnietscher
  • Saarland und Deutsch-Lothringen: Grumbeerpannekuche, Grommbierkischeljer, Kartoffelküchle, Kartoffelpfannkuchen
  • Sachsen: Abernklitscher, Keulchen, Kartoffelklitscher, Klitscher, Dalgen
  • Thüringen: Dötscher, Datsch, Detscher
  • Vogtland: Bambes, gebackene Glies, Buttermilchglies

Auch im deutschsprachigen Ausland sind die Kartoffelplätzchen bekannt und beliebt. Aber wer dort einen Kartoffelpuffer bestellt, erntet eventuell nur fragende Blicke. In Luxemburg, Österreich und der Schweiz haben sich die Begriffe etabliert:

 

  • Luxemburg: Grompere Kichelscher
  • Österreich: Erdäpfelpuffer, Erdäpfelkrapferl, Kartoffellaibchen
  • Schweiz: Härdöpfelchüechli, Härdöpfeldätschli

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