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Polenta

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Aus Grieß gekochter Brei war schon im alten Rom eine beliebte, preiswerte Mahlzeit. Über lange Zeit blieb die Polenta in ganz Europa ein schlichtes Arme-Leute-Essen, das auf herzhafte oder süße Art zubereitet wird. Heute findet Polenta eher als Beilage Verwendung in der norditalienischen und Schweizer Küche.

Was ist Polenta?

Polenta ist ein aus Maisgrieß gekochter Brei, der wahlweise als Beilage oder Hauptgericht dient. In der zweiten Variante kommt Polenta gerne gesüßt wie Milchbrei auf den Tisch. Eine besondere Form ist die gegrillte Polenta: Der Brei wird so zubereitet, dass er zu einer harten Masse erstarrt, die in Scheiben geschnitten und dann auf den Grill gelegt wird.

Kolumbus sei Dank: die Geschichte der Polenta

Grießbrei gehört zu den ältesten Speisen Europas. Schon die alten Römer rührten vergleichbare Mahlzeiten aus Hirse, Dinkel oder gemahlenen Kichererbsen zusammen. Später fanden vor allem mitteleuropäische Getreidesorten wie Gerste und Weizen Verwendung. Mit der Entdeckung Amerikas kam erstmals der Mais nach Europa, der den nordamerikanischen Ureinwohnern seit jeher als Grundnahrungsmittel diente. Auch in Europa fand der robuste Mais schnell Verbreitung und mit ihm das Maismehl. In ganz Europa entstand die heutige Form der Polenta als nahrhafte, nachhaltig sättigende und vor allem günstige Mahlzeit.

In Norditalien wurde das Gericht zunächst „grano turco“ (türkisches Getreide) genannt. Mit der Türkei hatte es zwar gar nichts zu tun, doch die Bevölkerung bezeichnete einfach alle exotischen Lebensmittel als „türkisch“. Norditalien blieb der Polenta auch im 19. und 20. Jahrhundert treu, als der Maisbrei in anderen europäischen Ländern von neuen günstigen Nahrungsmitteln verdrängt wurde. Daneben ist Polenta in der Alpenregion von der Schweiz bis Slowenien beliebt, in Mittelitalien und in Osteuropa.

Von schwarzer und weißer Polenta

Typischerweise ist die aus Maismehl hergestellte Polenta gelblich. Vor allem in der Toskana hat sich bis heute eine Variante aus dunklerem Buchweizenmehl erhalten, die als Polenta nera (schwarze Polenta) bekannt ist. In der Region Venetien gibt es dagegen die Polenta bianca (weiße Polenta) aus geschälten helleren Maiskörnern.

In der Schweiz wird Polenta vor allem im italienischsprachigen Kanton Tessin verzehrt. Für die Tessiner waren Maisgrieß, Kartoffeln und die weit verbreiteten Kastanien über Jahrhunderte die wichtigsten Hauptnahrungsmittel. Traditionell wurde die Polenta über dem offenen Feuer gekocht, wodurch ein leicht rauchiger Geschmack entstand.

Polenta ist heute eine beliebte Beilage zur rustikalen Bergküche der südlichen Schweiz. Der weiche Brei passt bestens zu Schmorbraten, Ragout und anderen Fleischgerichten. Als fester, in Scheiben geschnittener Snack ist die Polenta Teil einer kalten Mahlzeit mit Käse und Wurst.

Wenn Du Gerichte mit Mais magst, solltest Du auch die eng mit Polenta verwandten amerikanischen Speisen Grits und Cornbread probieren sowie die köstlichen mexikanischen Nachos.

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