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Zoutvlees

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Zoutvlees

Zoutvlees ist eine Spezialität der surinamischen Küche. Rindfleisch wird dazu in würziger Brühe gepökelt und haltbar gemacht. Nach dem Entsalzungsprozess wird es als Beilage in Suppen oder zu Fleischgerichten wie Moksi Meti und als Zutat im beliebten Auflauf Pom verwendet.

Was ist Zoutvlees?

Der niederländische Begriff Zoutvlees lässt sich einfach mit Salzfleisch übersetzen. Es handelt sich dabei um gepökeltes Fleisch, das in einer meist scharf gewürzten Brühe eingelegt wurde, und ähnelt Corned Beef. Da es gut zu lagern ist, gilt Zoutvlees in seiner Heimat Suriname als beliebte Allroundzutat für die unterschiedlichsten Gerichte.

Zoutvlees: Pökelfleisch auf karibische Art

Bereits in der Antike wurden Fleisch und Fisch durch Einsalzen haltbar gemacht. In Deutschland ist dieser Prozess als Pökeln bekannt und das Ergebnis als Pökelfleisch. In den Niederlanden wurde es Zoutvlees (Salzfleisch) genannt. Vor allem für Seefahrer, die oft wochen- oder gar monatelang keinen Zugang zu frischen Lebensmitteln hatten, stellte es eine wichtige Nahrungsquelle an Bord dar.

Mit den ersten niederländischen Auswanderern kam das Zoutvlees in die junge Kolonie Suriname im Nordosten des südamerikanischen Kontinentes und auf die Niederländischen Antillen in der Karibik. Hier fand es auch bei den Einheimischen Anklang, die es in ihre eigene Küche aufnahmen. Als die Erfindung des Kühlschranks das klassische Pökeln von Fleisch überflüssig machte, hatte das Zoutvlees bereits einen festen Platz in der surinamischen und antillianischen Küche erobert. Als in den 1970er-Jahren zahlreiche Surinamer in die Niederlande einwanderten, kehrte die traditionsreiche Fleischspeise mit ihnen zurück an ihren Ursprungsort. Zoutvlees ist heute unter verschiedenen Namen wie Sowtu Metie, Canabeef und Carnisa bekannt.

Die Zubereitung von Zoutvlees

Meist wird Zoutvlees heute fertig zubereitet in Supermärkten und surinamischen Tokos gekauft. Wer als Koch etwas auf sich hält, der pökelt das Fleisch natürlich weiterhin selbst. Die dabei verwendeten Gewürze variieren, wobei gerne die Geheimrezepte der surinamischen Urgroßmütter bemüht werden. Grundsätzlich gehört eine Menge Salz dazu. Weitere Zutaten sind Pfefferkörner, Paprika, Senfsamen, Nelken, Lorbeerblätter und etwas Zucker. Eine besondere Beigabe ist Nitrit-Pökelsalz. Dieses verleiht dem Rindfleisch eine auffällig rote Farbe und hemmt zudem die Bildung des Bakteriums Clostridium botulinum, zu der es bei der Herstellung von Konserven kommen kann. Je nach gewünschter Geschmacksintensität bleibt das Fleisch einen oder mehrere Tage im Sud.

Eine Beilage für alle Fälle

In Suriname ist Zoutvlees eine Allround-Beilage, die jedes Lokal vorrätig hat. Typischerweise ist es Bestandteil von Fleischgerichten wie Moksi Meti, Moksi Alesi und BBR (Braune Bohnen und Reis). Es verleiht dem beliebten Auflauf Pom und der Pindasoep (Erdnusssuppe) mehr Substanz und wird als Aufschnitt in surinamische Brötchen gesteckt. Eine leichtere Variante ist die Zubereitung mit Spargelbohnen. Diese Bohnenart gedeiht in den Tropen und unterscheidet sich von europäischen grünen Bohnen durch ihre Länge. In Suriname wird sie ähnlich wie Spaghetti zubereitet und mit Beilagen wie Zoutvlees genossen.

Wenn Du Zoutvlees magst, solltest Du auch einmal ähnliche Fleischspezialitäten wie Pastrami und das Reuben Sandwich aus den USA oder den traditionsreichen deutschen Sauerbraten probieren.

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