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Hühnerfrikassee

Hühnerfrikasse
Frikasse serviert auf Teller

Hühnerfrikassee

Das Frikassee entstammt ursprünglich der französischen Küche und wurde bereits vor 700 Jahren, während des 14. Jahrhunderts, das erste Mal erwähnt. Das Frikassee ist ein “weißes Ragout”. Als Fleisch kommt daher nur helles Fleisch – wie zum Beispiel Kalb, Hühnchen, Taube oder Kaninchen – infrage. Auch Rezepte mit hellem Schweinefleisch sind überliefert. Das Wort “Frikassee” setzt sich zusammen aus "frire" und "casser" – also braten und schneiden. Ein entscheidender Teil eines jeden Frikassees ist dem Namen entsprechend der Schnitt in kleine Stücke, denn gegessen wird ohne Messer.

Hühnerfrikassee in der Deutschen Küche

In der deutschen Küche erfreut sich das Hühnerfrikassee großer Beliebtheit. Spricht man allgemein von Frikassee, ist so gut wie immer die Variante mit Huhn gemeint. Für die Zubereitung wird das Fleisch mundgerechte Bissen geschnitten und leicht in Butter angeschwitzt, anschließend kommt ein wenig Mehl dazu. Anschließend wird das Fleisch in Brühe gedünstet. Mit Sahne, Eigelb, Zitronensaft und Pfeffer wird der Fond abgeschmeckt, um den typischen säuerlichen Geschmack zu erhalten. Neben Hühnerfleisch gehören in der Regel auch Gemüse und Pilze zu den Zutaten. Je nach verwendetem Rezept wird das Frikassee mit Erbsen, Möhren, Spargel, Kapern, Champignons oder Morcheln angereichert. Als Beilage zu Frikassee wird meistens Reis serviert, da der Reis die helle Soße sehr gut aufnimmt.

Hühnerfrikassee Berliner Art

Vor allem im Berliner Raum ist das Hühnerfrikassee seit jeher fester Bestandteil der regionale Küche. In der ursprünglichen Variante war das Berliner Frikassee ein festliches Mahl mit erlesenen Zutaten. So wurde das Hühnerfrikassee zusätzlich mit Kalbsbries, Morcheln und Krebsfleisch verfeinert. Doch im Laufe der Zeit ist das Hühnerfrikassee eher in die bürgerliche Küche gerückt. Kalbsbries und Krebsfleisch lassen sich heute also eher selten im Frikassee finden.

In der DDR wurde dagegen ein ganzer Broiler – wie das Hühnchen dort genannt wurde – als Fleisch verwendet, während als Einlage Champignons, Kapern und Spargel genutzt wurden. Gemeinsam mit etwas Suppengrün und Weißwein ergibt sich ein ganz eigener Geschmack.

Wie wird Frikassee zubereitet

Neben dem leicht zuzubereitenden Hühnerfrikassee werden häufig auch Varianten mit Kalb, Schwein, Lamm oder Taube bereitet. Das Frikassee ist eine sehr einfach und auch bei Kindern beliebte Speise – es muss ja nicht geschnitten werden. Auch für Eltern ist das Hühnerfrikassee ein einfaches Gericht, denn das Suppenhuhn kann bereits am Vorabend vorgegart werden.

Während Reis die klassische Beilage für das Hühnerfrikassee ist, kann das Frikassee auch mit Kartoffeln oder Nudeln serviert werden. Und weil das Gericht besonders durch die Einlagen besonders flexibel ist, gibt es gewissermaßen tausend Varianten des Frikassees. So leicht wie Hühnerfrikassee sich zubereiten und speisen lässt, gehört es in Deutschland auch in Kantinen zu den echten Dauerbrennern.

Das Hühnerfrikassee ist mit seiner französischen Herkunft, dem deutschen Einschlag und dem gesunden Gemüse ein abwechslungsreicher Klassiker.

Hühnerfrikassee rund um den Globus

Auch jenseits des Großen Teiches gibt es Hühnerfrikassee. Einer der bekanntesten Fans des Hühnerfrikassees war der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln. Laut Überlieferung war das Hühnerfrikassee eines seiner Lieblingsgerichte und wurde daher während seiner Regierungszeit regelmäßig im Weißen Haus aufgetischt.

Selbst in der Karibik ist das Hühnerfrikassee beliebt und bekannt. Das “Pollo en friccasé” wurde von französischen und spanischen Einwanderern auf die karibischen Inseln gebracht. Im Gegensatz zur typischen weißen Soße, basiert das karibische Hühnerfrikassee allerdings auf einer Tomatensoße, die mit Rotwein verfeinert wird.

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