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Labskaus

Labskaus mit Beilagen
Labskaus serviert mit diversen Beilagen

Labskaus

Kaum ein anderes norddeutsches Gericht polarisiert so wie Labskaus. Der eine liebt es, andere machen einen weiten Bogen um die kulinarische Melange aus Kartoffeln, Roten Beeten, Fisch und Fleisch. Überzeug dich selbst was es mit dem norddeutschen Klassiker auf sich hat.

Was ist Labskaus?

Bei Labskaus handelt es sich um ein klassisch norddeutsches Gericht auf Basis von Fleisch, Roter Bete und Kartoffeln, das auch in Skandinavien und Liverpool verbreitet ist. Labskaus ist eine Art Kartoffelstampf, der mit Roten Beten, Gewürzgurken und Fleisch angereichert wird. Je nach Rezept kommt manchmal auch Fisch – Matjes, Salzhering oder Stockfisch – direkt in das Labskaus.

Wie wird Labskaus zubereitet?

Labskaus zuzubereiten ist je nach Rezept mehr oder weniger zeitaufwändig. Kommt ungekochtes Pökelfeisch zum Einsatz ist der Aufwand größer und ein Fleischwolf ist nötig, um das Fleisch zu zerkleinern. Einfacher und schneller geht es mit bereits gegartem Pökelfleisch wie Corned Beef.

Was passt zu Labskaus?

Wie in diesem Rezept werden zum Labskaus für gewöhnlich saure Gurken oder Gewürzgurken gereicht, ein Spiegelei und eventuell ein Rollmops oder ein Bismarckhering. Gern wird auch zusätzlich rote Bete zu gegessen, die noch mehr Farbe auf den Teller bringt. Es passt zum Labskaus aber auch eingelegter Kürbis wunderbar, da die süße Note den herzhaften Geschmack sehr gut ergänzt. Als Getränk eignet sich am besten ein aromatisches Bier dazu, das dem kräftigen Labskaus geschmacklich Paroli bieten kann.

Wie entstand Labskaus?

Ursprünglich war Labskaus ein Gericht für Seefahrer, das in der Zeit der Segelschifffahrt entstanden ist. Zunächst bestand es nur aus Pökelfleisch, Zwiebeln und Biskwitt, einer Art Zwieback. Da die Seefahrer damals unter Skorbut-bedingtem Zahnausfall litten, wurden alle Zutaten sehr klein gehackt. Der Name Labskaus bzw. englisch Lobscouse tauchte zum ersten Mal im Jahr 1706 beim englischen Autoren Ned Ward auf. Ende des 19. Jahrhunderts erwähnt ein deutsches Wörterbuch für Seemänner das Gericht. Dort ist bereits von Kartoffeln als weiterer Zutat die Rede.

Woher kommt der Name?

Auf die Frage, woher der Name “Labskaus” stammt, gibt es keine sichere Antwort. Es gibt vier verschiedene Theorien aus dem 19. Jahrhundert, wie bzw. In welcher Sprache der Name des Gerichts entstanden sein könnte.

  1.  Englisch. Es könnte sein, dass der Name des Fleischgerichts auf das Englische “lob’s course” (Speise für Flegel) zurückgeht, was später in der Bezeichnung Lobscouse mündete.
  2.  Deutsch. Der Begriff könnte aus zwei deutschen Wortstämmen zusammengesetzt worden sein. Dann würde “Labs” für das Bauchlappenstück vom Rind stehen und “Kaus” für das norddeutsche Wort für “Schüssel”.
  3.  Finnisch. Aber auch eine Herkunft aus dem Finnischen ist eine mögliche Erklärung, wo “Labskaus” sich an ein Wort anlehnen könnte, das “leicht zu kauen” bedeutet.
  4.  Lettisch bzw. Litauisch. Auf dem Balkan, in Lettland und Litauen, steht labs kauss für “gute Schüssel”.

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