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Pindasoep

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Pindasoep

Pindasoep stammt aus der surinamisch-kreolischen Küche. Neben Erdnüssen zählen typisch surinamische Zutaten wie Huhn, Sellerie, Piment und Instantbrühe zu ihren Ingredienzien. Die Surinamer servieren diese beliebte Suppe gerne mit Tom Tom, kleinen Kugeln aus Kochbananen. Sie wird als Vorspeise oder Hauptgericht (Mahlzeitensuppe) gegessen.

Was ist Pindasoep?

Die Pindasoep, auch Pindabravoe, ist eine cremige, zähflüssige Suppe aus der surinamisch-kreolischen Küchentradition. Benannt wurde das raffinierte Gericht nach seinem wichtigsten Bestandteil, den Erdnüssen, denn Pinda bedeutet in der niederländischen Sprache Erdnuss. Gesellschaft leisten den kleinen schmackhaften Hülsenfrüchten weitere Zutaten wie Huhn, Sellerieblätter, Piment und Instantbrühe, Kokosnussmilch und Tomaten.

Wo liegen die Ursprünge der köstlichen Suppe?

Die Pindasoep ist ursprünglich auf dem afrikanischen Kontinent beheimatet. Die Portugiesen brachten die Erdnuss aus Peru, woher die Hülsenfrucht stammt, in die ganze Welt – und auch nach Afrika. In westafrikanischen Ländern wie Ghana, dem Senegal und Nigeria begannen die Menschen, aus den kleinen Hülsenfrüchten Suppe herzustellen. Bis heute gehört die nahrhafte Speise in vielen Ländern Afrikas zu den traditionellen Gerichten.

Sklaven, die mit dem Schiff in die Neue Welt transportiert wurden, nahmen das Rezept der Pindasoep im 18. Jahrhundert mit nach Mittelamerika, etwa nach Suriname. Auf den Plantagen durften sie auf ihnen zugewiesenen kleinen Landparzellen Grundnahrungsmittel anbauen. Das geht aus einem Schriftstück von 1786 über die Landwirtschaft Surinames hervor. In diesen Gärten bauten sie Getreide, Obst und Gemüse für den Eigenbedarf an, unter anderem Erdnüsse. Nach der Ernte wurden diese getrocknet, geröstet, geschält und in einem Holzmörser mühsam zu einer Paste verarbeitet. Heutzutage verwenden die meisten Köche Surinames fertige Erdnussbutter für ihre Pindasoep. Die leckere Erdnusssuppe steht heute in der gesamten Karibik auf dem Speiseplan – von Jamaika bis Suriname.

Wie wird die surinamische Erdnusssuppe zubereitet?

Die beste Grundlage für eine Pindasoep ist eine kräftige Hühnerbrühe aus Suppenhuhn, Gewürzen wie Piment und Lorbeer sowie Instantbrühe. Nach dem Garen zerlegt oder zerfranst der Koch das Huhn. Einige geben auch weitere Fleischsorten hinzu wie gepökeltes Fleisch, Schweineschwanz oder Schinken.

Wenn es ganz schnell gehen soll, verzichtet man auf die Brühe und greift stattdessen zu gebratenen Hähnchenbruststreifen als Basis. Aus Hähnchen, Erdnussbutter, Brühwürfel und einer scharfen Paprika wird die Suppe gekocht und mit Sellerieblättern verfeinert. Kokosnussmilch und Tomaten als Zutaten sind kein Muss, verleihen dem Ganzen aber Raffinesse.

Über die beste Erdnussbutter für die Pindasoep können sich surinamische Köche leidenschaftlich streiten: Fein oder grob gemahlen, fertig oder selbst gemacht – jeder Koch hat seinen eigenen Favoriten.

Wie und wann isst man die Pindasoep?

Die Surinamer servieren die Suppe gerne mit Tom Tom, kleinen Kugeln aus Kochbananen. Sie kann als Vorspeise oder Hauptgericht serviert werden. Als Hauptspeise reichen die Köche dazu Reis.

Suppenfans sollten auch andere Köstlichkeiten der exotischen Suppenküche probieren wie die vietnamesische Bun Bo Hoe oder die thailändische Tom Kha Gai.

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