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Grünkohl mit Pinkel

Grünkohl mit Pinkel
Grünkohl mit Pinkel

Grünkohl mit Pinkel

In Norddeutschland gibt es ein Festmahl der ganz besonderen Art, das untrennbar mit den Wintermonaten verbunden ist: Grünkohl und Pinkel. In einigen Regionen wird auch von Braunkohl gesprochen, doch das schmackhafte Wintergericht bleibt das gleiche.

Was ist Grünkohl mit Pinkel?

Grünkohl mit Pinkel ist ein typisch norddeutsches Gericht. Dazu wird Grünkohl mit einer deftigen Fleischeinlage zubereitet. Neben der Namensgebenden Pinkelwurst, gehören je nach Rezept auch noch Kasseler, Schweinebauch oder Mettwurst in den Grünkohl. Das Fleisch wird dabei zusammen mit dem Grünkohl gegart, der zusätzlich noch mit Schmalz verfeinert wird. Als Beilagen werden meist Salzkartoffeln oder Bratkartoffeln gereicht.

Was genau ist Pinkel?

Bei Pinkel oder Pinkelwurst handelt es sich um eine Grützwurst. Der Name der Wurst geht zurück auf eine altertümliche Bezeichnung für den (Rinder-)Mastdarm, der als Wursthülle dient. Pinkel wird vor allem im Raum um Oldenburg, Bremen und Friesland genossen, wohingegen in anderen Regionen lieber Bregenwurst zum Braunkohl gegessen wird.

Woher kommt Grünkohl mit Pinkel?

Die wohl regional stärkste Verbreitung von Kohl und Pinkel findet sich in Deutschland im Nordwesten in der Region um Oldenburg, Hannover, Bremen und in Ostfriesland. Der Grünkohl im Gericht wird manchmal schlicht Kohl oder Braunkohl genannt, gemeint ist und bleibt aber der Grünkohl. Vor allem in Bremen spricht man von Braunkohl mit Pinkel, das einen festen Bestandteil der Bremer Küche darstellt. Nicht nur in der norddeutschen Küche, auch in Skandinavien erfreut sich das traditionelle Gericht großer Beliebtheit – kein Wunder also, dass im Norden sogar Kohlfahrten als Ausflüge organisiert werden.

Die Kohlfahrt und das traditionelle Grünkohlessen

Die Kohlfahrt ist in Norddeutschland eine althergebrachte Tradition. Urkundlich verbürgt ist die erste Kohlfahrt bereits für das Jahr 1586. Dabei handelt es sich letztendlich um einen Ausflug von Familie und Freunden, der zu einer Gaststätte führt, wo ein Grünkohlessen stattfindet. Der Weg dorthin ist allerdings kein direkter. Zu Fuß geht es mit einem Bollerwagen im Schlepptau durch die Natur, wo es verschiedene spielerische Elemente zu bewältigen gilt. Am Ende stellt das Grünkohlessen dann eine willkommene und schmackhafte Belohnung um wieder Wärme und Energie zu tanken. Noch heute werden zum Ende vieler Fahrten Grünkohlkönig und -königin gekürt.

Wann wird Grünkohl mit Pinkel gegessen?

Traditioneller Beginn der Zeit für Kohl und Pinkel ist dabei der Buß- und Bettag (zwischen 16. und 22. November), die Gründe hierfür sind aber meteorologisch und nicht religiös geprägt. Der Grünkohl soll schlichtweg schon einmal Frost abbekommen haben. Nach dem ersten Herbstfrost kann der Grünkohl geerntet werden, der Frost stellt sicher, dass die Bitterstoffe eliminiert sind. Die Saison für Grünkohl und Pinkel endet traditionell mit dem Gründonnerstag. Inzwischen ist diese Tradition nicht mehr wirklich notwendig, denn der aktuell gezüchtete Grünkohl besitzt auch vor dem Frost keine Bitterstoffe und kann bereits ab September geerntet werden.

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