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Cannoli

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Cannoli

Cannoli

Für Sizilianer sind Cannoli fast ein Grundnahrungsmittel und heute weltweit beliebt, von Brooklyn bis Bangkok. Die frittierten Teigröllchen enthalten eine lockere Creme aus Ricotta, leichtem Frischkäse, die häufig Stücke von Schokolade, kandierten Früchten und Mandeln enthält.

Was ist Cannoli?

Cannoli sind verführerische Gebäckstücke aus Sizilien. Ihr Name bedeutet „kleines Rohr“ und bezieht sich auf das Rohr, um das man die Teigstücke vor dem Frittieren wickelt. Für den Teig mischt man Mehl mit Schmalz oder anderem Fett, Zucker, etwas Marsala-Wein und Eiweiß. Den fertigen Teig schneidet man in Quadrate und wickelt diese um ein Stück Bambus oder ein Rohr aus Aluminium, das während des Frittierens dem Teig die Rollenform verleiht. Für die süße Füllung schlägt man Ricotta, einen cremigen Frischkäse, mit Zucker und Vanille auf. Je nach Gusto fügen Küchenchefs der Cannoli-Creme Schokoladenstückchen, kandierte Früchte und Mandelstückchen her. In vergangenen Jahrhunderten machte man Cannoli vor allem während der Fastnachtszeit.
Mit den Auswanderungswellen im 19. und 20. Jahrhundert verbreiteten sich Cannoli über den gesamten Erdball. Heute sind Cannoli in den USA ebenso beliebt wie in Australien. Italienische Bäcker und Hausfrauen auf der ganzen Welt backen eine Vielzahl von Versionen, die eines gemeinsam haben: Eine frittierte Teigrolle wird mit einer Creme gefüllt. Frische Früchte, Schlagsahne und Marzipan sind in der Creme ebenso zu finden wie Kirschen oder Zartbitterschokolade. In italienisch-amerikanischen Bäckereien werden Cannoli häufig mit einer Creme gefüllt, die neben dem eher leichten Ricotta sehr gehaltvollen, fettreichen Mascarpone enthält. Seltener findet eine Puddingmasse Verwendung, die mit Maisstärke angedickt wird.

Wer hat Cannoli erfunden? Haremsfrauen oder antike Römerinnen?

Wer diese wunderbar opulente Süßspeise erfunden hat, ist ungewiss. Manche Historiker beziehen folgendes Zitat von Marcus Tullius Cicero auf Cannoli: „Tubus farinarius, dulcissimo, edulio ex lacte factus“ – frei übersetzt: Sehr süße Rohre aus Mehl mit einer Füllung aus Milch. Cicero wurde 75 v. Chr. Quästor in Sizilien. Seine Hauptaufgabe war es, Rom mit Getreide zu versorgen. Nebenbei entdeckte er das Grab von Archimedes. Ciceros umfangreicher Schriftverkehr beeinflusste den Stil von Briefeschreibern über Jahrhunderte hinweg. Seiner umfangreichen Korrespondenz ist es zu verdanken, dass wir über sein Leben gut Bescheid wissen. Er überlieferte griechisches Gedankengut für die Nachwelt, indem er es für die Römer ins Lateinische übersetzte.
Häufig liest man jedoch auch die Legende, dass Cannoli im Harem von Caltanissetta erfunden wurden. Das Castello di Pietrarossa wurde unter byzantinischer Herrschaft erbaut, fiel jedoch im Jahr 846 an die Araber. Sie nannten die Stadt fortan Qalʿat al-nisā. Die Legende spricht vom Harem von Kalt El Nissa, der Burg der Frauen, das sich später zum Namen Caltanissetta entwickelte. Angeblich machten die Frauen die Cannoli, um das männliche Attribut ihres Herrschers zu ehren. Nachdem die Normannen die Araber besiegt hatten, sollen Haremsdamen das Rezept in christliche Klöster mitgenommen haben.
Ob diese Legenden wahr sind, bleibt dahingestellt. Fest steht, dass besonders die Süßspeisen Siziliens arabische Einflüsse zeigen. In traditionellen Cannoli findet man kandierte Früchte in der Ricottacreme, eine typische Zutat für Süßigkeiten im Nahen und Mittleren Osten.

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