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Nabe (Nabemono)

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Nabe (Nabemono)

In Frankreich heißt es Fondue, in China Feuertopf. In Japan treffen sich Menschen zum Nabe (Nabemono). Unter diesem Begriff existieren verschiedene Gerichte mit sozialer Kochmethode: Die Teilnehmer eines Nabe tunken ihre Lebensmittel in einen Topf mit heißer Brühe und garen sie an Ort und Stelle.

Was ist Nabe (Nabemono)?

Der Name Nabe (Nabemono) sagt, was unter diesem Begriff zu verstehen ist: Nabe bedeutet Topf und mono Dinge oder Sachen. Dies lässt erahnen, dass Nabe (Nabemono) nicht lediglich ein einziges Gericht bezeichnet. Tatsächlich ist es ein Sammelbegriff für eine Kochtechnik, welche die Grundlage für ein geselliges Abendessen bietet.

Nudelsuppe zum Abschluss des Nabe

Ein Topf mit heißer Brühe steht auf dem Esstisch. Eine Reihe von Lebensmitteln – fein geschnittenes Fleisch, Fischstücke, Shrimps oder geschnittenes Gemüse – warten bereits, stilvoll auf Platten präsentiert. Jeder Teilnehmer tunkt seine Auswahl mithilfe eines kleinen Schöpflöffels oder Drahtkorbs in die Brühe. Sobald das Häppchen gegart ist, wird es verzehrt. Am Ende des Mahls bleibt eine kräftige Brühe übrig. Nudeln verfeinern die Suppe, die sich die Gruppe zum Abschluss des Nabe (Nabemono) teilt.

Mit den Tontöpfen entwickelte sich Nabemono

Nabe erfreut sich in Japan besonders während der kalten Wintermonate großer Beliebtheit – und das schon seit langer Zeit: Bei Nabe handelt es sich um eine Jahrhunderte alte Tradition, die Historiker mit der Entwicklung tönerner Kochtöpfe verbinden. Im zweiten Jahrhundert nach Christus verbesserten Handwerker ihre Technik, um aus Ton Kochgeschirr herzustellen.

Seitdem versammeln sich japanische Familien um ihren Nabe-Topf und kochen gemeinsam eine gute Suppe mit kräftigen Einlagen. Die meisten Nabe-Töpfe bestehen aus Ton oder Keramik. In der Gastronomie kommen häufig gusseiserne Exemplare zum Einsatz. Zahlreiche Restaurants in Japan spezialisieren sich auf ein Gericht von Nabe für ihre Gäste.

Dank Fleisch gewann Nabe an Popularität

Populär wurde Nabe (Nabemono) erst seit dem Jahr 1868. Die Vertreter des buddhistischen Glaubens hatten bis zu diesem Zeitpunkt den Verzehr von Fleisch in Japan verboten. Der junge Kaiser Meji wollte sein Land reformieren und modernisieren. Dafür schaffte er das Verbot von Fleisch ab. Seit diesem Zeitpunkt hat sich eine Fleischkultur in Japan entwickelt. Ihr Spitzenprodukt sind die berühmten Kühe von Kobe, die mit Bier massiert werden.

Zwei Kategorien: Leichte Suppe oder kräftige Brühe

Fleisch in hauchzarten Scheiben stellt eine beliebte Zutat für Nabe (Nabemono) dar. Diese Gerichte lassen sich in zwei Kategorien aufteilen. Eine Kategorie verwendet nur leicht mit dem Seetang Kombu angereicherte Brühe. Geschmack erhalten die gegarten Stücke von einem Dip. Die zweite Kategorie nutzt eine kräftige Brühe, die neben der fermentierten Sojapaste Miso Sojasoße und Dashi, eine Suppe aus Fischflocken und Seetang, enthält. Diese schmackhafte Brühe macht weitere Soßen überflüssig.

Kräftiges Chankonabe für Sumokämpfer

Sumokämpfer vertrauen bei ihrer Diät einem Gericht mit dem Namen Chankonabe, auf das sich viele Restaurants spezialisieren. Viele der Sportler eröffnen nach dem Ende ihrer Karriere Chankonabe Restaurants. Neben geviertelten Hähnchen enthält Chankonabe alles, was Muskeln aufbaut: Fischbällchen, Rind oder Schweinefleisch und Gemüse aller Art.

Innereien und Kimchi schwimmen im Nabe

Motsunabe vertraut auf nahrhafte und günstige Innereien, die in der Regel mit Kohl, Knoblauch, Chilis und Schnittlauch in einer kräftigen Brühe gegart werden. Von Korea beeinflusst ist Kimchinabe, das seinen Geschmack vom fermentierten koreanischen Kohl Kimchi in einer Dashi-Brühe erhält.

Fun fact: Nekonabe hat übrigens nichts mit Nabe zu tun. Dabei handelt es sich um Fotos von Katzen in Nabe-Töpfen – ein Internetphänomen.

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