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Raita

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Die indische Beilage Raita​ dient in erster Linie dazu, den von scharfen Chilis brennenden Mund zu kühlen und die Verdauung zu fördern. Es gibt unzählige Variationen von Raita​, das süß oder salzig schmecken kann. Kümmel- und Senfsamen sind traditionelle Gewürze.

Was ist Raita?

Die Basis von Raita bildet Joghurt. In Kombination mit Gewürzen und anderen Zutaten soll diese Beilage die Verdauung fördern. Die Milchsäurebakterien von Joghurt bringen die Verdauung in Schwung und pflegen die Darmflora. Temperierte Gewürze wie Kümmel-, Senf- und Koriandersamen unterstützen den Stoffwechsel zusätzlich. Das drückt auch der Name aus. Raita erschien als gedrucktes Wort zum ersten Mal im 19. Jahrhundert. Dieser Ausdruck stammt aus dem Hindi und vereint zwei Wörter: rajika (schwarze Senfsamen) und tiktaka (gewürzt). Gewürze gelten in Indien als Heilmittel, da sie Körperfunktionen unterstützen.

Brennende Nervenenden beruhigen

Die zweite Funktion von Raita ist das Beruhigen von Nervenenden. Die Capsaicinoide scharfer Chilischoten reagieren mit Fett. Wasser dagegen verschlimmert das Brennen im Mund. Wer nach einem scharfen Curry Raita zu sich nimmt, spürt den kühlenden Effekt sofort. Dabei sind die Gewürze des Raita unwichtig. Es kommt alleine auf den Fettgehalt des Joghurts an, der stark schwanken kann.

 

Raita: Beilage, Snack oder Salat?

Die beiden Funktionen von Raita auf einer indischen Tafel machen es etwas schwierig, dieses Gericht zu klassifizieren. Mit dem Wort Beilage verbindet man in der Regel Gemüse, Reis oder Nudeln, die gemeinsam mit dem Hauptgang verzehrt werden. Raita dagegen wird oft erst nach dem Hauptgericht gegessen. Manchmal übernimmt Raita auch die Form eines Snacks, der mit indischem Fladenbrot aufgetunkt wird. Süße Versionen von Raita dagegen wirken fast wie ein Dessert. Manche Chefs bezeichnen Raita auch als Salat, wenn dem Joghurt viel Gemüse beigemischt wird.

Bestandteil jeder Reisplatte

Dank seiner kühlenden Funktion ist Raita ein unverzichtbarer Bestandteil einer traditionellen Reisplatte. Auf einem großen Blechteller servieren indische Küchenchefs dabei verschiedene Currys, Dal und Raita in kleinen Schälchen, die eine große Portion Reis umgeben. Ein Papadam und ein gebratenes Stück Fisch ergänzen nichtvegetarische Reisplatten.

Klassisch: schwarzer Senf und Kümmel

Ein klassisches Raita enthält schwarze Senfsamen und Kümmelsamen. Das Braten in heißem Öl, das sogenannte Temperieren, weckt die Aromastoffe der Samen auf und aktiviert sie. So kann der Joghurt die vielschichtigen Geschmacksstoffe absorbieren. Klein geschnittene Gurken und Karotten sind übliche Bestandteile eines Raita. Diese beiden Gemüsearten sind in Indien das ganze Jahr über zu bekommen.

Frittierte Bällchen aus Kichererbsen

Im Lauf der Zeit haben Chefs und Hausfrauen eine Flut von verschiedenen Rezepten für Raita entwickelt. „Die 25 besten Raita-Rezepte“ oder „Raita Variationen für Kebabs“ sind typische Blogtitel, die das Internet bietet. Boondi Raita ist eine beliebte Variante, die auf vielen Speiseplänen in indischen Restaurants zu finden ist. Frittierte Bällchen aus Mehl von Kichererbsen, die deutschen Backerbsen ähneln, verfeinern dabei den Joghurt.

Exotische Geschmackskombinationen

Manche Rezepte für Raita hören sich für deutsche Gaumen sehr exotisch an. Ein populäres Rezept für ein süßes Raita enthält neben Stücken von Ananas und Granatäpfeln auch gerösteten, gemahlenen Kümmel, rotes Chilipulver und sogenanntes Steinsalz, das leicht nach Schwefel riecht. Inder schwören auf dieses Salz, das als extrem gesund gilt – obwohl sein Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Probiere auch

Wer sich für Raita interessiert, für den kommt auch Chicken Tandoori, Chana Masala oder Palak Paneer infrage.

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